Die geologischen Verhältnisse des Blattes Schwedt
Wieweit daneben miozäne Schichten vorhanden sind, bedarf noch genauerer Untersuchung.
In fast allen Aufschlüssen ist eine sehr erhebliche Aufrichtung der Schichten zu beobachten. Noch erheblicher sind die Lagerungsstörungen in der Ziegeleigrube bei Niedersaathen. Hier liegt der tertiäre Ton mit einer in den höher gelegenen Partien steil, in den niedrig gelegenen sehr flach nach N einfallenden Fläche, die im einzelnen wellig und uneben beschaffen ist, auf Diluvium(Geschiebemergel und Sanden) auf. Die Grenze zwischen Diluvium und"Tertiär bildet hier mehrfach ein Geröllager; einzelne Gerölle sind in scharfkantige Stücke zersprungen, die gegeneinander verschoben und mit KEisenoxydhydrat verkittet wurden.|
Ganz allgemein ist das Zutagetreten des Tertiärs auf Blatt Schwedt bedingt durch Aufstauchungen, die mit der Bildung der Flemsdorfer Endmoräne in Zusammenhang stehen(vgl. Schnitt AB auf der Karte). Die tertiäre Schichtenfolge mit ihrer Wechsellagerung von Sanden und'"Tonen ist, wie sich immer wieder zeigt, besonders leicht durch KEisdruck faltbar; und so finden wir solche Tertiäraufpressungen besonders häufig in Endmoränenzonen.
III. Diluvium
Die Bildungen des Diluviums oder Eiszeitalters nehmen den größten Raum des Blattes ein. Es handelt sich im wesentlichen um Ablagerungen des von Skandinavien herübergekommenen Inlandeises und seiner Schmelzwässer.
Auf der Karte sind Hochflächen- und Tal bildungen unterschieden.
Geschiebemergel. Von den Hochflächenbildungen ist die wichtigste der Geschiebemergel. Er stellt die Grundmoräne des ehemaligen Gletschers dar und ist ein inniges Gemenge von tonigen, fein- und grobsandigen"Teilen, das durchspickt ist mit Geschieben des verschiedenartigsten Gesteinscharakters. Finnische, schwedische, Bornholmer Granite und Gneise, schwedische und estländische Kalke finden sich neben Feuersteinen und anderen Gesteinen, die durch ihren petrographischen Charakter und ihre Versteinerungen bereits auf deutsches Gebiet, auf die Odermündungen, hinweisen. Gesteine weit voneinander getrennter Gebiete von verschiedenartigstem geologischen Alter ruhen hier nebeneinander. Die ganze Menge ist meist ohne deutliche Schichtung. Die Geschiebe sind kantengerundet, geglättet und gekritzt. Der Geschiebemergel ist das Zermalmungsprodukt aller auf dem Wege vom Norden Europas
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