Teil eines Werkes 
Grad-Abtheilung 28, Blatt 60 [Neue Nr. 2951] (1936) Schwedt : geologische Karte / geogn. bearb. durch Th. Schmierer ..
Entstehung
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8 Die geologischen Verhältnisse des Blattes Schwedt

in einigen Gruben bei Berkholz und Niederkränig auf­geschlossen. Er zeigt gelbbraune Färbung; bei größerer Mäch­tigkeit besitzen jedoch nur die obersten Lagen diese Farbe, während er nach dem Liegenden zu die graue Farbe aller un­verwitterten tonigen Diluvialgebilde erhält. Entsprechend seiner Entstehung als feinster Abhub der durch die Gletscherwässer bearbeiteten Grundmoräne bildet der Tonmergel meist eine in sich gleichmäßige, fast schichtungslose Masse. Stellen sich Schmitzen und durchgehende Lagen von Feinsand ein, so erhält das Gebilde ausgezeichnete Schichtung und wird ein sogenannter Bänderton. Öfter geht der Tonmergel über in Mergelsand (dms,), einen feinsten, mehlartigen, zwischen den Fingern zer­reiblichen Quarzsand mit nicht unbedeutendem Kalkgehalte. Beide feinsten Schlämmprodukte der Gletscherwässer begleiten und vertreten einander.

Für den Oberen Mergelsand und Tonmergel(ms und ch) des Blattes Schwedt gelten infolge ihrer Entstehung, die in jeder Beziehung der des Unteren Mergelsandes und Tones gleicht, die oben für diese angeführten allgemeinen Merkmale.

Sand(dazu kiesiger Sand und Kies), ebenfalls als Auswaschungsprodukt der Grundmoränen zu betrachten, tritt in größerer Verbreitung vor allem unter der obersten Grund­moränendecke auf und ist hier alsUnterer Sand(ds) be­zeichnet worden. Meist ist er gut geschichtet bzw. Kkreuz­geschichtet. Er dürfte. zum größten Teil der letzten Vereisung angehören.

Ein mehr oder weniger breites Band von Unterem Sande begleitet den Oder-Erosionsrand von Criewen bis Heinersdorf und die zahlreichen von diesem Rande in die Hochfläche ein­dringenden, vielfach verzweigten Täler entblößen die unter dem Oberen Geschiebemergel hervortretenden Unteren Sande, Kiese und Geröllschichten.

Zahlreiche Durchragungen des Unteren Sandes durch den Oberen Geschiebemergel sind in der im ersten Abschnitt ge­schilderten Endmoränenzone zwischen Flemsdorf und Heiners­dorf festgestellt worden. Bemerkenswert ist die große Durch­ragung des Blocksberges bei Heinersdorf, welcher als ansehn­liche Höhe aus der umliegenden flacheren Gegend heraustritt. Man gewinnt die Überzeugung, daß in jeder oberflächlich als Lehm oder Mergel erscheinenden. Kuppe ein Kern Unteren Sandes steckt und daß das tiefere Diluvium imgroßen und ganzen alle Höhenunterschiede der Oberfläche mitmacht, wäh­rend das Oberdiluvium nur als verhüllende Decke darüber liegt. Fast in jeder einigermaßen aufgeschlossenen Durchragung kann man Schichtenstörungen der Sande und Grande bis zur Steil­

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