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Diluvium 9
aufrichtung beobachten, so daß man zu dem Schluß gelangt, Schichtenstörung und Durchragung bedingen sich gegenseitig.
Von den„Unteren Sanden‘“ hat H. SCHRÖDER bei der Kartierung die„Oberen Sande‘ abgetrennt. Sie unterscheiden sich durch weiter nichts von den„Unteren“ als durch die Lagerung über der obersten Grundmoränenbank. Ihre Unterscheidung in Endmoränengebieten, wie in dem zwischen Flemsdorf und Heinersdorf, ist außerordentlich schwierig, ja oft unmöglich. Es wurde aber im Kartenbilde die von H. SCHRÖDER: durchgeführte Trennung beibehalten.
Infolge ihrer Entstehung als Auswaschungsprodukt aus der Grundmoräne durch die Gletschetwässer enthalten die Sande, und Kiese sämtliche Gesteine Schwedens, Finlands usw. in mehr oder minder großer Zertrümmerung. Je weiter diese vorgeschritten ist, um so mehr überwiegen als Gemengteile einzelne Mineralkörner gegenüber den aus mehreren Mineralien‘. zusammengesetzten Gesteinsstückchen und Geröllen. ‚Je geringer. die Korngröße,.desto bedeutender ist der Quarzgehalt; mit steigender Korngröße gewinnen die Feldspäte, andere Silikate und Kalke an Bedeutung.
Alle Korngrößen vom feinsten Sandkorne bis zum kopfgroßen Gerölle sind auf dem Blatte vertreten, und zwar meist nicht in räumlich weit voneinander getrennten Gebieten; vielmehr wechsellagern Sande von feinem Korn, kiesige Sande, sandige Kiese, Kiese und Geröllschichten in vielfacher Wiederholung miteinander. Das Ganze besitzt meist eine ausgezeichnete Schichtung; häufig ist diese aber nicht durch die ganze Masse gleichmäßig, sondern wechselt, abgesehen von den Verschiedenheiten der Korngröße, innerhalb kleiner, meist linsenförmig gestalteter Einheiten, worauf die Erscheinung der sogenannten Kreuzschichtung beruht. Diese Erscheinung, zu: deren. Beobachtung sich fast jede Sand- und Kiesgrube eignet, ist zu erklären durch den beständigen Wechsel, dem Wassermenge und Stromgeschwindigkeit der Gletscherschmelzwässer unterworfen waren und so auch zu häufigem Wechsel in der Richtung und Schichtung führen mußten.
Die Mächtigkeit der Unteren Sande und Kiese ist erheblich, aber auch sehr wechselnd. Es lassen sich Mächtigkeiten von mehr als 10 m abschätzen. Die Oberen Sande sind meist weniger mächtig.
Talbildungen. Die eiszeitlichen Talbildungen begleiten in Form zweier ausgeprägter Terrassen die Aue der heutigen Oder. Nach ihrer Höhenlage kann man zwei Hauptterrassen;flächen unterscheiden: eine höhere in rund 15m ü.d.M., die sog. Meyenburger Terrasse‘(auf der Karte als das.