Teil eines Werkes 
Grad-Abtheilung 28, Blatt 60 [Neue Nr. 2951] (1936) Schwedt : geologische Karte / geogn. bearb. durch Th. Schmierer ..
Entstehung
Seite
10
Einzelbild herunterladen

|

| N

10 Die geologischen Verhältnisse des Blattes Schwedt

bezeichnet), und eine tiefere in rund 6m ü.d.M.(das der Karte), die wir als Schwedter Terrasse bezeichnen können. Beide sind Terrassen einer ehemaligen wasserreicheren Uroder, die wie die heutige Oder von S nach N floß.

Wie die weitere Verfolgung der Terrassen nach S hin er­gibt, teilt sich die höhere Terrasse nach S hin in zwei Terrassen auf(das. und das,; deshalb die Doppelbezeichnung das, auf unserem Blatt). Die höhere Terrasse(das-) scheint mit dem Abfluß der Uroder über das Gebiet von Forst Heiners­dorf zur Randowsenke verknüpft zu sein. Allmählich wurde dann auch das Stettiner Odertal frei, und nun wurde mehr und mehr der Stromlauf in diese Rinne verlegt(das,). Die Schwedter Terrasse dasgy findet sich nur in diesem über Stettin verlaufenden Tal. In dieser Phase fand ein Abfließen der Oder durch das Randowtal nicht mehr statt.

Ihrer Entstehung nach sind beide Terrassen in der Haupt­sache Erosionsterrassen, d.h. sie sind durch Zerstörung und Abtragung der vorhandenen eiszeitlichen Bildungen entstanden. So kommt es, daß man häufig in ganz geringer Tiefe unter der Oberfläche noch den unzerstörten Geschiebemergel antrifft. So erklärt sich auch das häufige Auftreten großer nordischer Blöcke, die aus dem an Ort und Stelle zerstörten Geschiebemergel: stam­men. Alle Übergänge vom unzerstörten Geschiebemergel bis zu Terrassenkiesen und-sanden zeigt z.B. die große Kiesgrube südöstlich Meyenburg.

Auf der höheren Terrasse(das) treten häufig lang­gestreckte Rinnen oder auch rundliche Kessel auf(Igelpfuhl, Mayenbruch usw.). Sie sind zu erklären als bei der Terrassen­bildung vorhandene, von Toteis erfüllte Senken, die nicht mit Kies und Sand ausgefüllt werden konnten, weil sie eben durch Eis auszementiert waren. Nach dem späteren Ausschmelzen des Eises traten sie als Hohlformen wieder zutage.

Infolge ihrer Entstehung durch Verebnung der eiszeitlichen Hochflächenbildungen zeigen die Terrassen petrographisch die­selbe Zusammensetzung wie die Hochflächensande.

IV. Alluvium;

Als alluvial bezeichnet man diejenigen Gebilde, deren Entstehung mit dem Verschwinden der Vergletscherung aus Norddeutschland begann und bis in die Gegenwart fortsetzt. Hier sind einmal Flugsandbildungen zu nennen. Namentlich aber gehören hierher alle Gebilde, die sich durch Gehalt an verwesten Pflanzenstoffen sofort als sehr jugendlich verraten. Flugsandbildungen treten nur in ganz geringem Um­fange auf Blatt Schwedt auf, Bei Niederkränig haben die hier

il DE

zn