Teil eines Werkes 
Grad-Abtheilung 28, Blatt 60 [Neue Nr. 2951] (1936) Schwedt : geologische Karte / geogn. bearb. durch Th. Schmierer ..
Entstehung
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Alluvium 11

verhältnismäßig feinen'Talsande Veranlassung gegeben zur Bildung eines Dünengeländes(D), das seine Fortsetzung auf Blatt Uchtdorf findet.

Torf. Auf die jüngste Talsandstufe lagert sich an mehreren Stellen des Odertales Torf(te). Zahlreich sind ferner die mehr oder minder großen Torfwiesen als Ausfüllung der Senken und Rinnen in der Hochfläche. Torf ist ein Gemenge abgestorbener und mehr oder weniger zersetzter Pflanzenteile von schwarzer bis schwarzbrauner Farbe. Seine Entstehung ist nur unter Wasserbedeckung möglich, die den Zutritt der Luft und somit die vollständige Zersetzung der Pflanzenteile durch den Sauer­stoff der Luft verhindert. Deshalb siedeln sich Torfmoore am liebsten an in den Senken der undurchlässigen Geschiebemergel­flächen und über Sanden, die im Bereich des Grundwasser­spiegels stehen. Häufig besteht der Torf nur aus Moosen in allen Stadien der Erhaltung, ja vielfach wachsen diese Moose, die in der Tiefe bereits abgestorben sind, an der Oberfläche weiter. Die Mächtigkeit des Torfes ist sehr verschieden je nach der Tiefe der Senke, die er ausfüllt. Häufig ist er mächtiger als 2 m, und man ist dann in bezug auf den Untergrund voll­ständig auf die Randzone des Bruches beschränkt, da schon in geringer Entfernung vom Rande der Zweimeterbohrer die Humus­decke auch der kleinen Torflöcher nicht durchstößt. Bildet Sand die Umgrenzung des Moores, so liegt unter dem Torf humoser bis schwach humoser Sand; tritt dagegen Mergel an den Rand der Senke, so ist der Untergrund meist ein schmutzig graugrüner, bindiger bzw. schmieriger, mehr oder minder san­diger Ton, der wohl als nichts anderes als ein durch die Humus­säuren des Torfes entfärbter und durch Wasser umgelagerter Geschiebemergel anzusehen ist.

Als Moorerde(h) bezeichnet man ein Gemenge von Humus mit Sand und Lehmteilen, welches einerseits wegen dieser Bei­mengung nicht als Torf, andererseits wegen des hohen Humus­gehaltes nicht als humoser Sand oder humoser Lehm betrachtet werden kann. In letzterer Beziehung ist zu bemerken, daß bereits der geringe Humusgehalt von 2,5% genügt, um dem Boden im feuchten Zustande eine. dunkle Farbe und eine gewisse Bindig­keit zu verschaffen, so daß er in der Praxis wie auf der Karte bereits als Moorerde angesehen wird. Alle Grade der Ver­mengung von Sand und Lehmteilen mit Humus kommen vor; namentlich im Gebiet des Oberen Geschiebemergels bildet ein lehmiger Humus bis stark humoser Lehm die Oberfläche zahl­reicher Wiesenschlingen.

Durch die im Torf oder der Moorerde vorkommenden und zersetzten Conchylienschalen erhalten diese Gebilde häufig