Geologischer Bau
Geologischer Bau
Am Aufbau des Blattes Hohenbocka beteiligen sich paläozoische Schichten, nämlich Grauwacken der unteren Steinkohlenformation oder des Kulm, nebst paläozoischen Eruptivgesteinen, ferner Schichten der miocänen
Braunkohleniormation, des Diluviums und schließlich ıdie jüngsten Ab-:
lagerungen, die sich nach der Eiszeit entwickelt haben und als Alluvium bezeichnet werden.. 7
Culmformation
Gestemme des Paläozoikums treten an 6 verschiedenen Stellen an die Erdoberfläche, nämlich 1. im Koschenberg, 2. 1 km südlich dieses Berges, 3. in einer kleinen namenlosen Fläche 500 m nordöstlich von der unter 2 genannten Stelle, 4. im Steinberg bei Schwarzkollm , 5. westlich der Schwarzkollmer Kirche in einer kleinen namenlosen Kuppe, die sich von da aus 1 km nach Süden erstreckt, 6. in einer kleinen Fläche 2 km südlich der Schwarzkollmer Kirche in den Jagen 367 und 368 der Staatsforst.
An 6 weiteren Stellen ist das Paläozoikum in Bohrungen angetroffen worden und zwar in der Kolonie Koselbruch in 35 m ‚Tiefe, westlich Schwarzkollm in 20 m Tiefe, in der Kolonie Erika in 76 m Tiefe, im Lautawerk in 60 m Tiefe, westlich vom. Koschenberg in 20 m Tiefe und in der Glassandgrube von Fabian in etwa 58 m Tiefe. Während an allen übrigen Stellen Grauwacken und Kulm oder ihre Verwitterungsprodukte durch Bohrungen erreicht wurden, soll an der letztgenannten Stelle Grünstein(Diabas) angetroffen worden sein. Alle 12 Punkte, an denen das alte Gebirge zu Tage liegt oder angebohrt wurde, liegen in der nordöstlichen Hälfte des Blattes, und wir dürfen daher annehmen, daß sich vom Steinberg zum Koschenberg eine Schwelle älterer Gesteine hinzieht, die nach Nordosten und Südwesten in die Tiefe sinkt. Die Schwelle verläuft senkrecht zu einer zweiten, die auf dem im Süden angrenzenden Blatt Bernsdorf-Straßgräbchen von Weißig über Oßling und Dubring von Südwesten nach Nordosten verläuft.
Die Kulmformation wird aufgebaut von teils feinkörnigen, dichten, teils mehr sandigen Grauwacken. Solche finden sich in mehr oder weniger ursprünglichem Zustand in der südlichsten Hälfte des Koschenberges und im größeren Teile des Hügels westlich Schwarzkollm . In der nordwestlichen Hälfte des Koschenberges, im ganzen Steinberg, im nördlichen Teile des Hügels westlich Schwarzkollm und an den 3 andern genannten Stellen sind die Grauwackengesteine durch Kontaktmetamorphose in Hornfels umgewandelt, über ıdie Dr. G. Berg folgendes ermittelt hat: sie bestehen aus dichten Cordierithornfelsen, teils aus feinkörnigen Grauwackenhornfelsen; erstere sind aus einem Ppilitischen also feinkörnig-schlammigen, letztere aus einem psammitischen mehr
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