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fläche. Die Oberflächenformen dieser Hochflächeninseln sind sehr mannigfaltig. Größere Gebiete zwischen Grünewald und Hohenbocka und zwischen Lauta und Torno sind außerordentlich eben. Zwischen Lauta und Leippe sind diesen Ebenen steilwandige, langgestreckte, schmale Kiesrücken aufgesetzt, zwischen denen eigentümliche, rings geschlossene, langgestreckte Kessel und Rinnen eingesenkt liegen; sie gehören zumteil in die Gruppe der als Gieser bezeichneten Bildungen. Aber es ist auf unserm Blatt in keiner Weise ausgemacht, daß unter diesen Bildungen jeweils Kohlenflöze ausstreichen, durch deren Verwitterung und Sackung die Einsenkungen entstanden sein könnten. Bei Neukollm wird die Hochfläche von parallelen, wallartigen, ostwestlich streichenden Rücken und schmalen Wellen durchzogen, die zumteil von entweder trockenen oder mit Torf erfüllten Rinnen begleitet werden. Auch diese Rinnen haben große Ähnlichkeit mit den sogenannten Giesern. An 6 Stellen endlich erheben sich Hügel aus dem flachen Lande, die aus felsigem Gestein aufgebaut sind, und zwar je drei bei Schwarzkollm und Groß Koschen .
Die höchste Erhebung des Blattes ist der Koschenberg mit. 176,4 m. Ungefähr ebenso hoch liegt der Südrand des Blattes südlich Neukoilm. Die südöstliche Hochfläche liegt bei 145 bis 160 m Meereshöhe, die Hohenbockaer Hochfläche zwischen 125 und 145 m, die Lautawerk-Hochfläche ist ebenso hoch. Ungefähr in der Mitte des Blattes erhebt“sich der Jungfernstein auf 172,9 m Meereshöhe. Die tiefsten Teile des Blattes liegen in der Nordwestecke zwischen 103 und 109 m und im Elstertal bei Groß Koschen in 105 m Meereshöhe.