; Geologischer Bau i 11
Gegensatz zur quarzigen Grundmasse der Cordierithornfelse nur wenig Biotit. Sie bestehen in der Hauptsache aus Quarzkörnchen, die offenbar Schon vor der Metamorphose als Sedimentkörnchen im Gestein vorhanden waren und:durch ein spärliches vorwiegend aus Cordierit bestehendes Bindemittel aneinander- gefügt. sind. Da die Quarzkörner selbst aber umkristallisiert und von ‚polygonaler Umgrenzung sind, entsteht eine prächtige Pflastersteinstruktur. Die Hornfelse in unmittelbarer Nachbarschaft des Granites sind nicht wesentlich anders als die abseits gelegenen, nur findet man hier besonders große Biotitblätter, zwischen denen winzig kleine kreisrunde Flitterchen in großer Zahl liegen. Wenige Millimeter von der Granitgrenze sind auch Spuren von konkordanter Injektion des Granitmateriales in die Schiefer sichtbar. Man sieht u. d. M. feine Granitadern, die sich parallel der Grenze zwischen Granit und Hornfels in letzterem entlangziehen. Sie bestehen aus viel Quarz, wenig Orthoklas und großen dünnen Biotitblättern. Mehrfach fand sich Magnetkies in zarten, wurzelartig im Gestein sich verzweigenden Nestchen, die oft der Schichtung ‚des‘Gesteines. parallel langgestreckt‘ sind. Dieses sulfidische Erz unterscheidet sich durch seine allotriomorphen Formen deutlich von ‚den ‚automorphen. Magnetitkörnchen.- In nicht mehr ganz frischen Gesteinen ist. natürlich der Kies in rostbraunen Eisenoxydstaub übergegangen. Der Biotit wird bei beginnender Gesteinszersetzung yebleicht, und es scheiden sich zwischen seinen Blättchen feine Skelette von Rutilstaub aus. Größere Biotitnester ‚gehen meist in Chloritaggregate über, die bei starker Verwitterung von Limonit durchstäubt. sind.; a Die Grauwackenhornfelse führen in einer Grundmasse, die. in ihtem petrographischem Aufbau den dichten Hornfelsen ‚gleicht, deutlich klastische Gerölle, die. entsprechend der Grauwackennatur meist gerundeteckige, scherbenförmige Gestalt haben... Zu 90% bestehen sie aus: einheitlichem Quarz, der‘ Rest meist aus Orthoklas, Plagioklas oder feinkristallinem Quarzit. Diese Geröllchen gehen bei starker Metamorphose in Hornfels über und nehmen Biotitblättchen auf, während die einheitlichen Quarze meist frei von Biotit bleiben. Klastischer Natur sind offenbar einige grobe Chloritblätter, grobe vom Erz getrübte Glimmerfetzen(man gewahrt sie besonders im|Grauwackenhorniels von Neukollm schon mit der. Lupe) ebenso ein gelegentlich beobachteter grober Zirkonkristall und ein gerundetes Apatitkorn. Interessant ist in einem Grauwackenhornfels vom Steinbruch am Steinberg das Vorkommen von Turmalinsäulchen in der Grundmasse. Dieses Gestein enthält auch ziemlich grobe Pyritkristalle. Offenbar hat hier eine Sulfidzufuhr zugleich mit der Pneumatolyse, die uns der Tunmalin anzeigt,.. stattgefunden, denn bei. der Kontaktmetamorphose ohne Stoffzufuhr geht, wie wir‘ sahen, der Schwefeleisen‚gehalt in Magnetkies über.
In dem feinsandigen Übergangsgestein ist der sedimentäre vom neu‚gebildeten Quarz schwer zu unterscheiden, da auch in ersteren BiotitTlitterchen eingewandert sind. In einer einzigen Gesteinsprobe(vom Steinberg) fand sich als Kontaktprodukt nicht Cordierit, sondern Andalusit, ‚aber auch hier konnte das Mineral nicht ganz sicher festgestellt werden, da die Gesteinsprobe nicht mehr frisch und ‚der Andalusit bereits weitgehend zersetzt war. Das Gestein ist hellgrau bis fast weiß und von porzellanartig dichtem Bruch.: