Geologischer Bau;| 19
1. Glassandgrube am Koschenberg. Dies ist die nördlichste aller Glassandgruben. Die allgemeinen Züge der Lagerung. sind in Abbildung 4 dargestellt..Über dem Glassand lagert mit ziemlich ebener Oberfläche die Braunkohle des Unterflözes, deren Oberfläche vom diluvialen Inlandeis stark mitgenommen ‚und zum Teil völlig zerstört ist. In die dadurch geschaffenen Mulden der Oberfläche legt sich Geschiebelehm der: älteren Eiszeit, der im südlichen Teile durch Schmelzwasser zerstörf und nur noch in einer Blocksohle erhalten ist. Darüber folgen Vorschüttungssande und Kiese der vorletzten Eiszeit ımd über ihnen schließlich grobe. Geschiebesande mit großen Blöcken, die wahrscheinlich Auswaschungsrückstände einer Grundmoräne der vorletzten Eiszeit darstellen.
- Abbildung 4
2. Glassandgrube Fabian. Im nordwestlichen Teile dieser Grube liegt auf dem Glassand eine winzige Kohlenmulde und über ihr eine dünne Bank braunen Geschiebemergels und- darüber% m mächtiger gelblicher Sand und Kies. An einer Stelle war die hangende Partie des Glassandes mit den Resten ıder Kohle zu einer völlig durcheinandergekneteten Masse durch die Einwirkung des Inlandeises umgewandelt worden. Im obersten Teile des Glassandes ließ sich ein aufrechtstehender Baumstamm von geringem Durchmesser(5—8 cm) bis 2 m- unter die Oberfläche verfolgen. An einer anderen Stelle der Grube, im südlichen Teile wechselten im Glassand durch organische. Stoffe schwarzgetärbite Bänder mit schneeweißen, beide von geringer Dicke, und erzeugten dadurch eine feine‘ Schichtung. ‚3... In der, Grube von Melde Nacht. liegt über dem©Glassand mit unregelmäßig-welliger Auflagerungsfläche ein 2—3 m mächtiges, nach den Seiten sich auskeilendes Flöz einer mulmigen lignitischen Braunkohle und über dieser ein sehr sandiger, an großen. Geschieben reicher Geschiebelehm.
4. In der Grube‘ Germania bei Bahnhof Hosena im südlichen Teile der Hosenaer Hochfläche liegt über dem Glassand unmittelbar ‚der Geschiebelehm mit ‚einer dünnen Decke von Sand. Nach dem Talrande hin keilt sich der Geschiebelehm aus und ein Braunkohlenflöz von 2 m Mächtigkeit legt sich an, auf welchem eine etwa 3 m mächtige Decke von kiesigem Talsand liegt. Abbildung 5 gibt ein Bild dieser Verhältnisse.}
Talkies Saud. Geschiebe- Kohle Glimmerlehm sand
Abbildung 5