Teil eines Werkes 
Grad-Abtheilung 59, Blatt 35 [Neue Nr. 4550] (1924) Hohenbocka / bearb. durch K. Keilhack
Entstehung
Seite
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Geologischer Bau N 21

wie in den Gruben bei Guteborn. Form und Lagerungsverhältnisse ergeben sich aus der Abbildung 7.;

Braun- Glas­kohle sand

Abbildung 6

Die Beziehungen des Glassandes zu dem auf ihm lagernden Flöz sind nicht einheitlich. An mehreren Stellen lagert die Kohle mit scharfer. Grenze und völlig rein dem Glassand auf; an andern Stellen legen sich zwischen Glassand und Kohle dünne Wechsellagerungen von Sand und mehr oder

/ weniger sandiger Kohle. Noch an andern Stellen liegt unter der Kohle im Glassand ein dichter Wurzelboden, in dem auch größere Wurzeln und ganze Baumstümpfe nicht fehlen.

Ist die Kohle an solchen Stellen abgeräumt und der freigelegte durch­wurzelte Glassand vom Winde etwas ausgeblasen, so ragen unzählige Wurzeln nebeneinander senkrecht in die Luft. Wird der hangende Glas­sand unter der noch daraufliegenden Kohle an Abbaustößen vom Winde ausgeblasen, so sieht man den Zusammenhang des Wurzelbodens mit der Kohle, indem die Wurzeln aus der Unterseite des Flözes herauskommen und dann irei in der Luft schweben.

Wie- das vorige Profil erkennen läßt, sind die Glassanddünen zum Teil gleichalterig mit dem ältesten Teil des Unterflözes, dennder Wind hat den Sand wiederholt auf das im Werden befindliche Moor auf­geweht. Das zeigt der bereits erwähnte Einschnitt der Förderbahn im Tagebau Erika, in welchem durch den Aufschluß und einige ergänzende Bohrungen folgendes von Herrn Obersteiger Stein gezeichnetes Profil 7 beobachtet wurde:

Glimmer- Kohle Glas- Glas­sand sand sandstein

Abbildung 7

Der Glassand ist ein außerordentlich wertvolles Rohmaterial zur Herstellung von reinweißen Gläsern und zwar einmal wegen seiner großen Reinheit und des Fehlens von eisenhaltigen Mineralien in ihm. Er wird zudem nicht in rohem Zustand versandt, sondern einer Waschung