Geologischer Bau CE WQ3
Umgebung ‚des Steinberges bei Schwarzkollm . und eine Auswaschung,. welche die höchsten Teile der Südostecke des Blattes von Nordosten nach Südwesten durchzieht. Eine Gesamtdarstellung der Auswaschungen. in der Niederlausitz zeigt das Bild eines reich verzweigten Talsystems, welches: zu den heutigen Tälern nicht die geringsten Beziehungen. aufweist.|
In der Nähe der Auswaschungen werden die Lagerungsverhältnisse der Kohle gewöhnlich sehr unregelmäßig; sie sinkt hier stark in die Tiefe, schwächt sich schnell ab, zerbricht gelegentlich in einzelne Stücke und wird durch alle diese Vorgänge unbauwürdig, so daß man nur selten Gelegenheit hat, solche Erscheinungen aufgeschlossen zu sehen. Wo dieses aber der Fall ist, hat es sich gezeigt, daß die Ursache dieser Unregelmäßigkeiten darin zu suchen ist, daß bei der Erosion der Täler der unter‘ dem Kohlenflöz liegende feine Glimmersand, der völlig mit Wasser gefüllt war, angeschnitten wurde und zusammen mit dem Wasser sich in die Täler hineinbewegte und in ihnen. weitertransportiert wurde. Dadurch entstanden unter dem Flöz ausgedehnte Hohlräume, in die sich natürlich‘ das‘ Flöz ‚sofort bei ihrer Entstehung hineinlegte, ein Vorgang, der sich immer weiter fortsetzen und immer weiter rückwärts geifen konnte, so daß schließlich erhebliche Teile’des Kohlenflözes erniedrigt und besonders: in seinen Randteilen um Beträge von vielen Metern gesenkt werden konnten.‘ - Die alten Täler der Auswaschungen sind durch das Inlandeis und seine Ablagerungen restlos wieder ausgefüllt und eingeebnet worden; ihre _ Ausfüllungsmasse besteht ‚ganz überwiegend aus diluvialen Bildungen, ‚doch ist es möglich, daß gewisse von nordischen Beimengungen völlig frei Quarzkiese, die unter der älteren Grundmoräne liegen, schon ein jung-tertiäres(pliozänes) voreiszeitliches Alter haben. Be
Das Unterflöz hat eine Mächtigkeit von 6—11 m und wird von verschiedenen Arten von Braunkohlen aufgebaut: einer. dichten, holzarmen, stückigen Kohle, einer mehr mulmigen, beim Abbau in kleine Stücke zerfallenden. sogenannten Rieselkohle und einer dünngeschichteten, an Blättern und Samen reichen Blätterkohle.;}
Die«beiden Flöze der Lausitz sind durch das Auftreten zahlreicher riesenhafter Stubben von Nadelhölzern gekennzeichnet; die. teils zu Taxodium distichım miocänum teils zu Sequoia sempervirens gehören. . Nach den sorgfältigen Untersuchungen. Teumers nimmt Taxodium'von unten nach oben: zu, Sequoia dagegen ab. Derselbe Verfasser glaubt den bündigen Beweis erbringen zu können, daß diese Stubben auf ‚ganz. bestimmte Horizonte beschränkt sind, deren im Unterflöz 6, im Oberflöz 8 angenommen werden. Die Zahl der Stubben und damit die Dichte der alten Wälder ist nach verschiedenen Methoden ermittelt worden und steigt bis zu 250 Bäumen je Hektar. Das Alter, welches diese Riesen ‚des Braunkohlenwaldes erreichten, stieg, nach den Jahresringen zu urteilen, auf mehr als 4000 Jahre.
Das Braunkohlenflöz ist in großartiger Weise aufgeschlossen in der Tagebauen von Erika und Heye III. In beiden beobachtet man in der an sich überaus reinen Kohle zahlreiche Einlagerungen von Sand, Kies usw., welche die Verwendung der Kohle sehr ungünstig beeinflussen. Diese Verunreinigungen sind erst nach der Entstehung des Flözes in dieses hineingeraten und zwar lassen sich nach Alter, Art und petrographischer Beschaffenheit der Einlagerungen zwei Gruppen unterscheiden: