Teil eines Werkes 
Grad-Abtheilung 59, Blatt 35 [Neue Nr. 4550] (1924) Hohenbocka / bearb. durch K. Keilhack
Entstehung
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24 f Blatt Hohenbocka.

1. Einlagerungen diluvialer Sande und Kiese , durch glaziale Auf­arbeitung des Flözes im älteren Abschnitte der Eiszeit in dieses hinein­geraten und;;

2. Einlagerungen tertiärer Sande, in tertiärer Zeit in das Flöz hinein­geraten, als dieses bereits fertig gebildet war.;

1. Die erste Art von Störungen findet sich da, wo das Flöz von dJuvialen, sandig-kiesigen Bildungen der zweiten Eiszeit in größerer Mächtigkeit überlagert ist, d. h. im Südwesten ‚des Blattes im Tagebau Heye IM. Hier ist das allgemeine Profil im östlichen Teile 1015 m heller diluvialer Sand und Kies, unmittelbar auf der Kohle; diese selbst besitzt unebene, stark erodierte Oberfläche und enthält zahllose Einlagerungen ‚derselben sandigen oder groben Kiese, die das Hangende bilden, in Form von stehenden, geneigten oder flach liegenden Adern, Schmitzen, Linsen ‚oder songiwie gestalteten Massen. Die nachfolgende Profildarstellung (Abb. 8) soll ein Bild von der Mannigfaltigkeit der äußeren Form dieser durch ihre helle Farbe von der dunklen Kohle scharf sich abhebenden Einlagerungen geben.

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Braunkohle Diluvialer Sand u.Kıes Abbildung 8

Das jüngere und zwar diluviale Alter dieser Einlagerungen wird durch folgende Umstände erwiesen:

a) durch das Auftreten zahlreicher Feuersteine und größerer nordischer Geschiebe;

b) dadurch, daß die Einlagerungen die Schichtung der Kohle schräg durchsetzen;.

c) durch die völlige Übereinstimmung des Materials der Ein­lagerungen mit dem des Hangenden. Man muß notwendig annehmen, daß das Inlandeis durch starken Druck und Schub das Flöz gelockert und zZ. T; wiohl( direkt aufgeblättert hat und daß dann in die so ‚entstandenen Hohlräume die Gletscherschmelzwasser Sand und Kies hineingefiößt haben; zum Teil mag auch das Eis selbst Zungen in die Kohle eingepreßt haben, die mit Schutt beladen diesen beim Abschmelzen zurückließen. Bekräftigt wird die Annahme einer glazialen Entstehung der. Einlagerungen noch dadurch, daß es im wesentlichen die ‚obere Hälfte des Flözes ist, die von solchen Störungen betroffen wurde, wenngleich sie in der unteren Hälfte nicht ganz fehlen.;..

2. Erheblich schwieriger zu erklären sind die Einlagerungen von Sanden im Flöze des. Tagebaues'Erika. Hier lagert das Flöz im größten Teil des riesenhaften Aufschlusses nicht unmittelbar unter dem Diluvium,