Teil eines Werkes 
Grad-Abtheilung 59, Blatt 35 [Neue Nr. 4550] (1924) Hohenbocka / bearb. durch K. Keilhack
Entstehung
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Geologischer Bau 29­

mechanischen Analysen im Schlußabschnitte geht hervor, daß der Geschiebe­lehm 12%, ausnahmsweise aber auch 13,7°, Braunkohle enthält. Die­kiesigen Bestandteile bestehen fast ganz aus Quarz, die tonigen treten gegen­- über dem normalen Geschiebemergel sehr zurück(1637%). Im obersten: Teile sind diese organischen Beimengungen oxydiert, der Lehm infolge­dessen hellfarbig. In der Nordecke des östlichen Tagebaues Erika sind. im hellen Geschiebelehm noch eine Anzahl von Kernen dunklen, nicht oxydierten Lehmes in der Art der nachfolgenden Profildarstellung enthalten.

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heller dunkler Braunkohle Weisser Ton Grauer Geschiebelehm Glimmersand

Abbildung 18

In demselben Tagebau zeigte der Geschiebelehm an Wänden, die­längere Zeit der Luft ausgsetzt waren, eine ausgesprochene an Schichtung erinnernde Struktur, die auf starken Druck in einer gewälzten Masse: hinweist.;

Auch unter dünner Decke jüngerer Bildungen tritt der älteste Ge­schiebelehm mehrfach auf, so unter Talsand zwischen Laubusch und Schwarzkollm und unter glazialen Sanden ıder mittleren Eiszeit in einer etwa 1. qkm großen Fläche südlich Hosena , ferner auf der Süd- und Ost­seite des Tschader Teichs und auf dem niedrigen Rücken 1 km südlich Laubusch .

Die Bildungen der ersten Zwischeneiszeit

Die nächstjüngere Bildung sind recht grobe Schotter, die ausschließ­lich aus südlichem Materiale, im wesentlichen Quarz und Kieselschiefer­bestehen. Dazu treten silurische Quarzite aus Nordsachsen , Sandsteine der sächsischen Kreide, Gerölle aus dem sächsischen Rotliegenden und gelegentlich Basalt. Auch auf ihrer Oberfläche beobachtet man niemals nordische Beimengungen; vor allem fehlt der Feuerstein , der im glazialen Diluvium unseres Blattes überaus häufig ist. Diese viele Meter mächtigen Schotter liegen, wie zahlreiche Aufschlüsse auf den. Nachbarblättern Klettwitz und Senftenberg bewiesen haben, zwischen den Grundmoränen der ersten und zweiten Eiszeit und sind als älteres Interglazial aufzu­fassen. Sie haben ihre Hauptverbreitung im Südosten des Blattes in der Staatsforst Hoyerswerda und zwischen Lauta und Leippe,

In den großen Braunkohlentagebauen der angrenzenden Blätter Senften­ berg und Klettwitz läßt sich an vielen Stellen in störungsfreien Auf-­