Die geologischen Verhältnisse des Blattes
Die geologischen Verhältnisse des Blattes
Wie oben gesagt, durchzieht die gewaltige Lieberoser Endmoräne das Blatt in mehreren Staffeln. Die südlichste dieser Staffeln, welche noch auf das Blatt Burg hinübergreift, zieht sich als flacher, steinig-kiesiger Sandrücken zwischen dem Byleguhrer(gerade noch in der Südostecke in das Blatt eintretend) und dem Dutzend-See hin. Zu ihr gehört westlich eine isolierte, petrographisch gleich aufgebaute Inselkuppe am Nordrande des Blattes Burg, ferner sind ihr die flachen Kuppen und Rücken zwischen Dutzend-See und dem Orte Straupitz , sowie endlich auch die hohe, scharf hervortretende Kuppe des Weinberges westlich Straupitz zuzurechnen; auch die massige, zum größten Teil bewaldete Kuppe 66,7 nordöstlich vom Dutzend-See gehört zu dieser Staffel.
Etwa 1 km nördlich von der eben genannten Höhe 66,7 tritt eine zweite Endmoränenstaffel über den Ostrand des Blattes und streicht, vielfach unterbrochen, in allgemein westlicher Richtung auf Neu-Zauche. Zu ihr gehört ein vielfach gelappter, meist schmaler Sander, der im Süden meist durch höheres, allmählich gegen die erstgenannte, ältere, Staffel ansteigendes Gelände begrenzt wird, im westlichen Teile des Ortes Straupitz aber fast bis an die Spreewald-Niederung heranreicht.
Die dritte und zwar die Hauptstaffel des Blattes tritt ungefähr halbwegs zwischen den Dörfern Laasow und Waldow in zwei scharfen Parallelrücken über den Ostrand des Blattes, löst sich dann in einzelne ganz flache kleine Rücken auf und wird schließlich durch das Tal des an Waldow vorbeifließenden Gewässers unterbrochen. Jenseits dieses letzteren setzt sie sich dann in dem mächtigen, steil gegen Süden abfallenden, 3 km langen breiten Rücken fort, der die Jagen 41—51 der Staatsforst Lübben bis in die Gegend von Kaminchen durchzieht, mit seinem westlichen Ende leicht gegen Norden aufbiegend. Hier im Westen endigt dieses gewaltige Endmoränenteilstück mit ziemlich steilem Abfall an einem mit Torf erfüllten Tälchen, das ein Gabelstück eines zum Briesener See führenden vertoriten Talzuges ist, der sich hier in drei Äste teilt. Im Westen liegt hinter diesem Endmoränenrücken noch eine vereinzelte flache Kuppe, die dieser Staffel ebenfalls zuzurechnen ist. Die Fortsetzung dieses mächtigen Endmoränenteilstückes bilden nach eınem 2 km breiten Zwischenraume, in welchem die‘ Dörfer Kaminchen und Pechhütte liegen, die steilen, sich ziemlich unvermittelt bis 80,9 m erhebenden Kuppen nordwestlich von Pechhütte. Sie führen zu dem mächtigen Bogen hinüber, der, wenn auch vielfach durch starke Dünenbildung verschleiert, den Briesener See im Süden und Westen umrandet und zu den Endmoränen der Biebersdorfer Gegend (Bl. Lübben) hinüberleitet.