Die geologischen Verhältnisse des Blattes 11
Sand meistenteils im Hinterlande der Endmoränenstaffeln. Er ist auf der ‚Karte in den neapelgelben Flächen mit Ockerreißung und den Ein
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In allen Fällen wurde nur noch das Verwitterungsprodukt, der sandige Lehm(SL), angetroffen; der intakte Mergel(SM) wurde nirgends gefunden. Unweit des Bahnhofs Straupitz liegt ein fetter, tonhaltiger, sandund geschiebearmer Lehm zutage, der noch vereinzelte Kalkkonkretionen. enthält, welche die aus dem Lehm gefertigten Ziegel sprengen. Die Aufschlüsse der Ziegelei Neu-Zauche verdienen eine. besondere Darlegung. Hier wird ein über 2 m mächtiger Ton gewonnen. Er enthält in konkretionären Brocken‘ Kalk, welcher die Ziegel sprengt und dem Schneiden in der Maschine Widerstand entgegensetzt. Seine Farbe ist im Liegenden blaugrau, geht aber nach oben hin in die übliche gelbbraune Farbe des Geschiebelehms über, enthält aber auch hier noch keine Geschiebe und keine fühlbaren Sandbeimengungen; erst im oberen Drittel des im Ganzen 3% m tiefen Aufschlusses ist Sand mit tonigem Lehm, welcher jetzt auch Geschiebe führt, wechsellagernd aufgeschlossen. Im Liegenden des Tons wurde ein grünlichgrauer Schluffsand ohne Kalk- und Feldspatgehalt, aber mit geringen Spuren von Glimmer erbohrt, dessen Aussehen an das der Braunkohlensande erinnert. In Anbetracht der Nähe braunkohlenführenden Tertiärs ist es wahrscheinlich, daß das Material dieses Sandes aus liegenden Tertiärschichten stammt, wenn man ihn nicht, wofür aber andere Beweise fehlen, selbst als tertiären Alters ansprechen will.
Der Obere Sand, ös, ist ein der Hauptsache nach aus Quarzkörnern, weißen und roten Feldspaten und anderen Mineralien bestehendes Gemenge von verschiedener Korngröße und Schärfe, bei dem die feineren, unter 2 mm im Durchmesser haltenden Bestandteile überwiegen, oder auch allein vorhanden sein können. Er kommt. in allen Übergängen vom feinen, gleichkörnigen bis zum stark kiesigen(grandigen), groben Sande (S—GS) vor. Seine Geschiebeführung schwankt sehr; allgemein nimmt mit seiner Annäherung an die Endmoräne auch die Geschiebeführung zu und kann innerhalb derselben so‘ reichlich werden, daß das Bohren schwierig wird. Kalkgehalt konnte im Oberen Sande bis zu 2 m Tiefe nirgends festgestellt werden. n;
Seine Mächtigkeit konnte, da tiefere Aufschlüsse fehlen, nicht festgestellt werden; überschreitet aber in den allermeisten Fällen 2 m; in den Endmoränen dürite sie sogar viele Meter betragen.|
Auf dem Blatte Straupitz hat der Obere Sand sehr weite Verbreitung, etwa*/, der Gesamtfläche desselben gehören ihm allein an.
Seiner Entstehung nach, die auch in seinem heutigen Vorkommen zum Ausdruck kommt, kann man auf dem Blatte drei Arten des Oberen Sandes unterscheiden:
a) den Oberen Sand im engeren Sinne, b) den Sand der Endmoränen , c) den Sand der Sanderflächen.
schreibungen mh
Ss und dm dargestellt. ds