Teil eines Werkes 
Grad-Abtheilung 26, Blatt 48 [Neue Nr. 2739] (1922) Schmolde / bearb. durch C. Gagel ..
Entstehung
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HI. Die geologischen Bildungen des Blattes Auf Blatt Schmolde sind folgende Boden- und Gesteinsarten. vorhanden.

Alluvium: at Torf ah Moorerde a Abschlämmassen

Oberes Diluvium: dag Sand der Rinnen und Becken ös Oberer Sand(Geschiebesand) 0@ sandiger Kies bis Geröllpackung ök Ton

öm Oberer Geschiebemergel Ösa bzw. ds Sande im Liegenden des. Oberen Geschiebemergels(nur in Bohrungen)

Tertiär: bmk Braunkohle beö? Alttertiärer Ton:

Die nähere Besprechung dieser Bildungen erfolgt naturgemäß in um­gekehrter Reihenfolge gemäß ihrem Alter und ihrer Entstehung.

Das Tertiär.

In der Ziegeleigrube der ehemaligen Ziegelei Predöhl, ganz in der Südwestecke des Blattes. Schmolde, steht bis zu 810 m Tiefe(also immer unter. Wasser!) ein. sehr fetter, schmieriger, kalkfreier und fossilfreier Ton. von grünlich-gelblicher bis grünlich-grauer Farbe an, der nach oben

. zu immer mehr eingeknetete fremde Bestandteile, etwas Kies und Sand,

sowie große nordische kristalline Geschiebe, auch einzelne Silurkalke, ent­hält es ist eine offensichtliche Lokalmoräne, eine vom diluvialen Eis verschleppte und oberflächlich! mit nordischem Material verknetete Scholle einer älteren tertiären Bildung.

Über die petrographische Beschaffenheit dieses sonderbaren Tons gibt die Analyse im bodenkundlichen Teil Auskunft(12,2% Al, Os= 30,47% wasserhaltigen Ton, 9,08% SiO, und 4,92 0% Fe, Os).

Bei dem völligen Mangel sowohl an Fossilien als auch an'charakte­ristischen Geoden, Farben usw. können genauere Angaben über das Alter des. Tons nicht gemacht werden, vermutlich aus der sehr schmierigen, fetten Beschaffenheit und der völligen Fossilfreiheit zu schließen ist