Teil eines Werkes 
Grad-Abtheilung 59, Blatt 34 [Neue Nr. 4549] (1927) Ruhland / geologisch und agronomisch bearb. durch P. Assmann
Entstehung
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Oberflächenformen und Gewässer 17

c) Humose Rinde

Auf weiten Gebieten des Blattes Ruhland , z. B. zwischen Schwarz­bach, Peikwitz, Niemtsch und Biehlen sind die Talsande namentlich an moorigen Niederungen durch humose Bestandteile dunkel gefärbt, ohne daß eine humose Bündigkeit des Bodens erreicht wird. Solche Stellen sind auf der geologischen Karte mit braunen Humusstrichen versehen worden.

d) Sand(Ss )

Alluvialer Sand findet sich an der Erdoberfläche vielfach in ganz flachen Senken des Urstromtals hauptsächlich in der Nähe der Schwar­zen Elster. Es sind graue, mehr oder weniger kiesige Sande, die oben bisweilen etwas humifiziert sind. Von den diluvialen Talsanden unter­scheiden sie sich petrographisch wenig, da sie ja nur durch Umlage­rung aus ihnen hervorgegangen sind. Ihre weitaus größte Ver­breitung haben die alluvialen Sande im Untergrund von humosen und tonigen, alluvialen Schichten.

e) Kies(g) tritt nicht an die Erdoberfläche und kommt nur ganz vereinzelt unter Moorerde vor.

f) Dünensand(D)

Es ist vom Winde zusammengetragener Sand, der häufiger in den lockeren. Talsanden, seltener auf Hochflächensanden entsteht. Wir finden Dünen hauptsächlich bei Niemtsch , sowie zwischen Schwarzbach und Ruhland , wo sie teils flache Ueberwehungen, teils steil ansteigende Höhenzüge bilden. Im Gebiet der Hochflächensande sind nur einige Erhebungen im Guteborner Forst westlich Grünewald als Dünen anzusprechen.

g) Schlick(SS ),

ein feinsandiger, seltener fetter, kalkfreier Ton, ist durch die Hoch­wasser-der Elster als deren feinster Absatz abgelagert worden. Er findet sich im Ueberschwemmungsgebiet der.Elster als durchschrittlich 1. km breiter Streifen und ist gewöhnlich weniger ‚als 2 m mächtig. Nicht immer bildet er über den darunter lagernden Elstersanden eine zusammenhängende Decke, sondern hat auf großen Flächen nur. die Unebenheiten der Sande ausgeglichen. Die Ablagerung von Schlick, wie auch von rein sandigen Bildungen ist heute im Gebiet der Elster durch deren Kanalisation unmöglich gemacht.

h) Raseneisenstein(e), ein Gemenge von Eisenoxydhydrat, Sand und humosen Stoffen mit etwas Phosphorsäure, ist in den Talsanden am Südrande des Blattes zwischen Hermsdorf und Jannowitz ziemlich verbreitet. In früheren 2