aus der Verbreitung der braunen und grauen Farbe in der Karte hervorgeht, in den westlichen Hochflächen größere Flächen’'in: der Nähe‘des Ödertales ‚einnehmen. Am östlichen Talgehänge dagegen sind sie auf einen 100—200 m breiien Streifen beschränkt, der im Steilabhange zu Tage tritt. Auch die Sande begegnen uns in‘ zwei durch den gewöhnlichen älteren Geschiebemergel getrennten Niveaus. Der ältere dieser Sande ist‘ fast ganz und gar beschränkt auf den Rand der Lebuser Hochfläche von der Stadt Frankfurt . bis zum Nordrand des Blattes. Es. handelt sich hier ausschließlich um mittelkörnige Sande, die ebenso wie die später‘zu besprechenden, in höherem Niveau liegenden Sande etwa 90% Quarz enthalten, während der‘ Rest zu 1—2°%o aus kohlensaurem Kalk, im übrigen aus Feldspat und anderen Mineralien besteht. Gröbere grandige Einlagerungen wurden in diesem Horizonte nicht beobachtet. Bedeutendere’ Verbreitung besitzen die zwischen jüngerem und älterem Geschiebemergel lagernden Sande, die besonders südlich von der Stadt Frankfurt recht beträchtliche Mächtigkeit erlangen und. ansehnliche Berge zusammensetzen. Die bedeutendsten derselben bilden einen Zug, der am westlichen Kartenrand beginnt und parallel mit der Berliner Bahn über Beresinchen bis zum Talrand bei‘ Bellevue verläuft. In den großen Gruben am Nordrand dieser Hügelreihe sieht man, daß der Sand eine Mächtigkeit von wenigstens 10 bis 12 m ‚besitzt. Durch die auf seiner Höhe lagernden Platten von jüngerem Geschiebemergel ist seine Zugehörigkeit zu den„Zwischen
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schichten“ erwiesen.‘ In demselben Niveau befindet sich südlich von der Stadt eine ausgedehnte Ablagerung von Diluvialkiesen(dg), die in den Sandbergen südlich und nördlich vom Längen Grund noch heute, und in den Bergen zwischen Tzschetzschnow und dem Faulen See früher ausgebeutet wurden. ‚Diese Kiese besitzen eine. Mächtigkeit, die 10 m. mehrfach überschreitet, und. sind ‚aus außerordentlich groben Bildungen zusammengesetzt, so.daß Steine von Kopf- und Faustgröße massenhaft darin, enthalten sind, aber auch große Geschiebe in beträchtlichen Mengen gefunden werden. Die Verwertung‘ dieser Kieslager erfolgte ‚fast ausschließlich für Zwecke der Eisenbahn, indem der Kies, nachdem er durch. Sieben von dem zu groben und dem zu feinen. Material befreit ist, zur Schwellenbettung, Verwendung fand.
; Ein: sehr ‚schönes Profil durch die Schichten des älteren Diluviums bietet der große Aufschluß im Talrand’'in der Küstriner Straße(Fig. 2).