Die bergbaulichen Verhältnisse des Blattes 41
Funde schnell hintereinander, und es ergab sich in den anderen Fällen, daß diese Fossilien ‚mit Sicherheit auf Septarienton hinwiesen.: Damit war zugleich die‘ Frage‘ nach‘ dem Alter der Braunkohlen der‘ Lösung näher gebracht. Denn während man früher wegen der Lagerung des Septarientones auf den Braunkohlen diesen selbst ein größeres Alter, also etwa ein unteroligozänes, zugeschrieben hatte, zeigte BERENDT(1) zuerst, daß der in den Bohrungen oder Schächten nachgewiesene Septarienton ausschließlich in der Überkippung der Flöze auftrat. Daraus ergab sich, daß bei normaler Lagerung der Septarienton die Braunkohlen unter
teuft, letztere also jünger sind als Mitteloligozän.;|
Die einzelnen Punkte, an denen Septarienton nachgewiesen wurde, waren folgende:
1.. Am. Brunnenschacht der Grube Körner, nahe beim Schacht Körner II. Fossilien ungeeignet zur Bestimmung.
. 2C0 m westlich davon; die hier aufgefundenen Tierreste wurden durch V. KOENEN bestimmt und als Mitteloligozän erkannt. . Wetterschacht, weitere. 70m westlich von 2., also 270 m von 1. entfernt.;| x Wetterschacht,‘ weitere 20 m. westlich von 3., also 290 m von 1. entfernt.‘ Hier konnten folgende Arten bestimmt werden: 107810(Astarte kickxit NYST Limopsis retifera SEMP. Corbula gibba OLWI(== subpisum) Cardita‘tubereulata MÜNST. Pleurotoma duchastelit NyYST BOrsoniq(?) Dentalium kickxit NYST.; 5. Etwa 1000 m westlich von 1. auf demselben Flözzuge im Bereich der Grube Große Vorsicht.:
. Ein letzter Punkt fand sich im: Feld der Grube‘Muth. Dort lieferte der in dem überkippten Nordflügel einer Mulde’ auftretende Septarienton folgende Fossilien:
Nucula chastelit NyYsST Astarte kickxii NYST, var. Pleurofoma selysii DE KON. Pleurotoma regularis DE KON.
Auch die vorhin erwähnte Grube Auguste hatte bereits Septarienton angetroffen, doch‘ war die betreffende Notiz, die wir GIEBELHAUSEN(10) verdanken, nicht geeignet, irgendwelchen Rückschluß auf das Alter. der Braunkohlen zu ziehen. Selbiger Autor schreibt:„Es wurde hier(Grube Auguste) ganz kürzlich mit einer streichenden Strecke in 7,5 Lachter;Teufe unter Tage ein grünlichgrauer, plastischer Ton angefahren, welcher die Ausfüllung einer mächtigen, das regelmäßig gelagerte Flöz scharf abschneidenden, querschlägig aufsetzenden Kluft bildete und bis zu drei Lachter horizontaler Entfernung vom Flöze in derselben Beschaffenheit verfolgt wurde.“ Der Ton war kalkhaltig, führte Schwefelkies, Reste von Meeresschnecken und Foraminiferen. Danach scheint es, als-ob auch hier Septarienton in einer Überkippung vorhanden gewesen war, der durch eine schwebende Verwertung neben die Kohlenflöze® zu liegen kam.