Teil eines Werkes 
1983 = [Neue Nr. 3653] (1929) Frankfurt a.d. Oder / geolog. und agronom. bearb. durch K. Keilhack ...
Entstehung
Seite
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42 Blatt Frankfurt a. O. ­

Der unter den Braunkohlen sich findende Septarienton wurde im Bereich der Braunkohlenablagerungen selbst zwar nicht nachgewiesen, weil die in diesem Gebiet niedergebrachten Bohrungen und Schurfschächte sich fast ausschließlich auf den Nachweis von Kohle beschränkten, wir besitzen aber? eine im Jahre 1885 zur Erschrotung von Wasser niedergebrachte Bohrung am sogenannten Po6&tensteig in der Lebuser Vorstadt, die folgende Schichten durchsank:

Mächtig­

keit. in m Formation

Nr.| Tiefe in m Gesteinsart

0 17,5| Kohlenkies 17,5 24,0| Kohlensand| Märkische Sn Braunkohlenbildung, 24,0 60,0| Glimmersand| Miozän 60,0 64,0| Brauner. Ton 64,0 70,0| Feiner glaukonitischer Sand|

70,0 95,0| Hellgrauer Tonmergel mit Schal­resten

Stettiner Sand(?) Mittel: | oligo­

Septarienton N zän

95,0 96,0| Quarzsand| Magdeburger Sand

96,0108,0| Desgl. feiner, mit Glaukonit und(Mitteloligozän) Kohlenkörnchen| oder Unteroligozän

108,0112,0| Tonige,. kalkhaltige, aber feldspat­freie, sehr feinkörnige Sande mit wenig Glimmer

112,0113,0| Kalkhaltiger Diluvialsand{"Diluvium

113,0113,2| Graue Tonmergel ohne Foramini­feren

113,2115,0| Grauer kalkhaltiger Diluvialsand

115,0115,5| Feinkörniger, hellgrauer Quarzsand\ X Miozän mit Glimmer] En

Dabei entsprechen die Schichten 12 den liegenden Schichten unserer Braunkohlenbildung(Kohlensandpartie). An Fossilien lieferte der Septarien­ton: Natica nysti dORB., Fusus waelii juv. NYST, Nucula chastelii NYST, Dentalium seminudum DECH., Pleurotoma volgeri PHIL. und einen Zahn von? Lamna.

Die Bohrung zeigt, daß man es hier mit einem gewaltigen Geschiebe zu tun hat. Da die Schichten von etwa 110115 m sicher zum Diluvium gehören, ist aus dem weiter nördlıch gelegenen Vorland eine gegen 110 m mächtige Scholle von Tertiär durch das diluviale Inlandeis losgerissen, nach S verschleppt und auf Diluvium aufgeschoben.

4. und 5.. Spezialmulde und Grube Armin

Die nächste von der Grube Körner auftretende Braunkohle ist in Form einer kleinen, stark gefalteten Mulde abgelagert(Spezialmulde), deren Flöze nur geringe streichende Erstreckung besitzen. Im O werden sie durch eine schwebende Verwerfung abgeschnitten, während sie sich im W aus­zukeilen scheinen oder ebenfalls verworfen sind; jedenfalls wurden sie durch Versuchsarbeiten südlich der Grube Armin nicht wieder aufgefunden. Das