Teil eines Werkes 
1983 = [Neue Nr. 3653] (1929) Frankfurt a.d. Oder / geolog. und agronom. bearb. durch K. Keilhack ...
Entstehung
Seite
43
Einzelbild herunterladen

Die bergbaulichen Verhätnisse des Blattes 43

Profil Fig. 5 erläutert die Lagerungsverhältnisse näher und zeigt zugleich den Zusammenhang mit den Flözen der sich nördlich anschließenden Grube Armin. Beim Abteufen des Versuchsschachtes wurden daselbst nach PLETTNER (23, S. 379) folgende Schichten aufgeschlossen:

3 Fuß grauer Sand

11gelber, sandiger Lehm

10schwarzer Sand

1,5, Kohle(= Flöz IV )

11,5, Triebsand

37 Fuß. S

Durch den Betrieb eines Querschlages ins Liegende hätte man die westliche Fortsetzung der oben erwähnten Spezialmulde überfahren müssen, deren Flöze indessen nicht angetroffen wurden. Der im Hangenden an­gesetzte Querschlag traf dagegen drei Flöze, die mit 60° nach N-ein­fielen(s. Fig. 6). Das Profil dieses Querschlages war folgendes:

10 Fuß Kohle(== Flöz IH) 14, Formsand

SA Kohle(==FIlöz 11) 1,5..- Formsand

5.Kohle(Flöz 1) Hangendes: Formsand.

Danach hatte man im Versuchsschacht das bereits der liegenden Partie angehörende Flöz IV angefahren, das von Flöz III durch ein ziemlich mächtiges Zwischenmittel getrennt ist. Das Einfallen der drei hangenden Flöze war nicht gleichmäßig, sondern schwankte zwischen ‚30° und 60° (s. Beiblatt). Auf eine Erstreckung von 700 m besaßen sie ein von O nach W gerichtetes Streichen, hierauf bogen sie plötzlich scharf nach S um, um sich bald danach weiter in ostwestlicher Richtung fortzuziehen. Auf diesem Flözzug befand sich Schacht Armin II.

So regelmäßig die Lagerung der Flöze im Bereich des Feldes Arminius ist, So unregelmäßig wird sie in dem westlich anstoßenden Felde Goldfuchs. Hier sind(s. Fig. 7) die Flöze wieder zu einem steilen Sattel gefaltet, an den sich nördlich und südlich zwei zum Teil intensiv gefaltete Mulden anschließen.

6. Grube Muth

Der letzte der großen Grubenzüge befindet sich nördlich vom Dorfe Kliestow und umfaßt wesentlich die Baue der Grube Muth. Die Flöze, von denen die drei hangendsten gebaut wurden, streichen gleich den anderen großen Grubenzügen westöstlich und fallen ziemlich flach mit 1530° nach N ein, stellen aber eine große liegende Falte dar, wie Fig. 8 zeigt. Das Auftreten von Septarienton im Sattelpunkt der Überkippung ist bereits oben erwähnt. Die größte ununterbrochene streichende Länge dieses Flözzuges beträgt nicht ganz 1500 m.

Im westlichen Felde dieser Grube verringert sich die Mächtigkeit von Flöz I und II bedeutend, Flöz II_ wird durch eine kleine streichende Ver­werfung unterbrochen(s. Fig. 9) und keilt sich weiter nach W zu aus.

Der nördlichste Punkt in unserem Gebiete, an dem Bergbau getrieben wurde, fällt bereits in das Feld der Grube Konsolidierte Wulkow. Dort