Teil eines Werkes 
1837 = [Neue Nr. 3446] (1937) Berlin-Nord : [geologische Karte] / geolog. und agronom. für die 2. Aufl. bearb. durch C. Dietz ; unter Benutzung der Aufnahme von G. Berendt vom Jahre 1881/82 für die bebauten Gebiete
Entstehung
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hängendem Lauf über Mariendorf nach Britz, und in den Söllen der Hufeisensiedlung erreicht sie, hier allerdings mit Unterbrechungen, das Spreetal. Soweit sich dieses aus der Kartierung erkennen läßt, ist im Urstromtale an der Späth-Brücke noch eine kolkartige Vertiefung vor-| handen, da hier die moorigen Bildungen bis 10,50 m unter Tage hinab- 1 reichen. Der von Lankwitz nördlich abzweigende Teil des Rinnen-| systems ist wesentlich lückenhafter. Er nimmt südlich des Rauhen Berges eine Rinne vom Bhf. Südende auf. Dann verläuft eine isolierte Rinne vom Bhf. Priesterweg über die Blanke Helle, durch den Bose-) und den Franke-Park in Tempelhof. Die eigentliche Hauptrinne geht vom nördlichen Teile Mariendorfs weiter nach 0 am Teltowkanal ent­lang, im Tempelhofer Fabrikgelände löst sie sich allmählich in Teil-, stücke auf, die sich nach Britz hinüber ziehen. Bemerkenswert ist noch ein breites, mit Beckensand ausgefülltes Tal, das vom Tempel-| hofer Hafen in östlicher Richtung nach Britz verläuft.

Gleichfalls in ostwestlicher Richtung zieht sich eine Rinne durch Schöneberg mit tiefgründigen Torf- und Faulschlammlagern. Sie be- MW ginnt auf der Hochfläche in der Nähe der Hauptstraße, verläuft parallel| zur Belziger Straße und geht dann im Untergrunde des Schöneberger| Stadtparkes: und des Hindenburg-Parkes weiter bis zum westlichen Rand des Blattes Berlin-Süd. Auf dem Blatte Teltow erreicht diese Rinne im Hubertus- und im Hertha-See den Anschluß an die nordost­südwestlich verlaufende Seenrinne des Grunewaldes.; M

Der Geschiebemergel ist am Südrande des Blattes Berlin-Süd mit-| unter sehr tonig, und zwischen Lichtenrade und Groß-Ziethen steht M diluvialer Ton in den Feldern an, vielleicht ist er nur als tonige Fazies) des Gesehiebemergels anzusprechen.|

b) Barnim-Hochfläche

Die Barnim-Hochfläche nimmt den äußersten NO des Blattes Köpenick ein, sie bedeckt fast das ganze Blatt Friedrichsfelde und den M O und den N des Blattes Berlin-Nord. Diese Hochfläche ist im Unter- A suchungsgebiete durch Oser, Rinnen und Becken gegliedert. Daneben al kommen aber auch weite, ebene Gebiete vor, wie z. B. nördlich Bies-/ dorf und zwischen Falkenberg und Lindenberg. A Der Rand der Hochfläche ist überall sehr deutlich gegen das Ur­stromtal abgesetzt, nur im Panketal verwischt sich dieser Rand zwischen Pankow und Buchholz, doch ist er dann wieder bei Nieder­Schönhausen und bei Wilhelmsruh sehr ausgeprägt. In dem kurzen Teilstück auf dem Blatte Köpenick wird der Hoch­flächenrand durch das Mühlen-Fließ unterbrochen. Der Uferrand wird von Oberem Sand und von Oberem Kies bedeckt, darunter folgt in ge­ringerer Tiefe der Geschiebemergel, z. B. bei Mönchsheim. Auch auf dem Blatte Friedrichsfelde ist der Hang nach Mahlsdorf und Kaulsdorf zu mit Oberem Sand bedeckt. Hier tritt das Wuhletal aus der Hoch­

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