Teil eines Werkes 
Teil 3 (1910) Weitere Umgegend Berlins : (östliche Hälfte)
Entstehung
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10. Strausberg und der Blumenthal.

hergestellte und ausgemalte, schöne Innere (Küster Klosterstr. 282) hat über den Kapellen zwischen den einwärts gezogenen Strebepfeilern einen Umgang. Neben der vortrefflichen Orgel von 1735 ein grolses Kruzifix; figurenreiche Kanzel von 1714; Altar modern mit Bildi von Pfannschmidt (Kreuzigung Christi); Beste alter Glasmalereien sind in drei Fenstern vereinigt..\ von der Kirche, am Ende der Klosterstrafse und an der 1 Stadtmauer, das 1290 gestiftete, im 14. Jahrh. erbaute l Augustinerkloster ; die Kirche dient als Turnhalle und Feuerwehrdepot, während das Kloster selbst mit z. T. noch erhaltenem Kreuzgang zu Privatwohnungen ein-

f erichtet ist. Daneben zwei von Friedrich d. Gr. aus en Steinen des Vierraden-Tores erbaute Kasernen, in denen sich seit 1817 das Gymnasium befindet.

Am Markt (25 Min. vom Bahnhof) das Rathaus, Backsteinbau mit zwei prächtigen *Giebeln aus dem 14. u. 15. Jahrh.; besonders schön der ältere Ostgiebel, in dem sich die Gerichtslaube befindet; das Innere ist neuerdings ausgebaut worden. Nw. vom Markte, vor dem ehern. Vierraden-Tor, am Freiwasser der Mühle eine mächtige Platane, ferner eine Landwirtschaftliche Schule.

Sw. vom Markte das dem Bernickower Tor ähnliche, aber prächtigere *Sclmedter Tor, wie jenes 1897 er­neuert; der Unterbau hat hier einen schönen Fries, der Aufbau vier kleine Eoktürme. Jenseits 1. der hübsche Tannengrund, dann auf dem Kirchhofe die kleine got. Johanniskirche ; r. abseits das Lehrerseminar, mit Präpa- randenanstalt, das Johanniter - Krankenhaus und neue Anlagen.

An der Küstrin-Stettiner Bahn folgen weiter (7 km) UchtäorJ, (14 km) Kehrberg, (18 km) Wilhelmsfelde-Fiddichow , (24 km) Pahulent , (29 km) Neu-Zarnon\ (34 km) Greifenhagen . Ygl. S. 46.

10. Strausberg und der Blumenthal.

Ygl. Kiefslings Spezialkarte v. Strausberg u. d. Blumenthal (1:50000).

Vorortzüge der O s t b a h n (vom Schlesischen Bhf. ohne Zwischen­stationen auf besonderer Linie nach Kauisdorf, wo sich die Stadt­züge anschliefaen) bis Ostbahnhof Strausberg (33 km von Bhf. Friedrich- strafse; *Rest. mit Garten; Post beim Bahnhof) für 1,10. 0,70 M. (Fernzüge 1,70. 1,15 M). Nördl. vom Ostbahnhof hegt Bhf. Strausberg- Vorstadt (Erfr.), von wo eine Kleinbahn zur 6 km entfernten Stadt geht. Haltestellen (nur nach Bedarf; die Einsteigenden lösen die Fahrkarte im Zuge): Landhaus (S. 57; das Rest. liegt r., 5 Min.); Schlagmühle (r., 6 Min.); HegermüMe (r., 20 Min.).

Vom Ostbahnhof nach Rüdersdorf sowie Zweigbahn nach Rers- felde s. Teil I.