Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1751)
Entstehung
Seite
261
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261 in ſeinem gz jahr noch die andere Frau ge

ö Adam Boͤnings, des Pachtſchaͤfers in Schmöllen Witwe, zu Strelow, Gramz.

jnſp. geſt. 1729. alt 94 jahr, hat 48 jahr

im eheſtand gelebet, und 16 Kinder zur welt 2 iſt einige jahre vor ihrem tode ganz findiſch, kurz vor ihrem ende aber wieder ganz verſtaͤndig worden. ä. Hans Fiebiger, Heidereuter zu Belitz, geſt. 1622. 7 Sept. alt 96 jahr, 26 wochen, bon welchem Sehald im Breviar. Hiſt. f 698, meldet, daß er beides in der Stat und in der ganzen Voigtei Belitz ſich gar hart be­zeiget, gegen ſein ende aber ſich hekehret, fleißig gebetet, und ſonſt gutes gethan. Martin Schutze, zu Baumgarten, Granſ. Inſp. geſt. 1712. 11 Dec. alt 96 jahr, iſt in der groſſen peſt 1638. mit noch einem Mann im Dorfe ganz allein übrig geblieben, Gerhard Meier, wormahls ein Bauer in Falkenhagen, Prizwalk. Inſp. der hernach kriegsdienſte genommen und Wach meiſter geworden, geſt 1724. 27 Okt. alt 96 jahr. A. 1719.27 Oft, heirahtete er noch eine junge Frau, welche 1721. 15 Dec; bon ihm eine tuch­ter gebohren, die aber vor der Taufe geſtorben. Ums jahr 1624. hat zu Jezen in der Alt­mark, Kalb. Inſp. auf dem einen Adelichen Hof, ſo ein Afterlehn der Herren von Alvens­

leben iſt, ein Schutze gewohnet, fo anfangs

mit einer Adelichen Perſon vereheliget ge­weſen, und nachdem dieſe verſtorben, eine andere genommen, mit welcher er nach Beeſe

gezogen, allwo er einen krug gekauft, und

zwei Kinder mit derſelben gezeuget. Begiebt ſich aber hierauf mit ihrer bewilligung in den krieg, und da kaum anderthalb jahr verfloſ­fen: ſo bringet zeitung, daß ihr Mann todt waͤre. Welches dieſe auch glaubet, und ſich mit einem an­dern vereheliget, wohel es auch eine zeitlang geblieben. Endlich aber kommt der vorige Mann wieder, welchen die Frau zwar wieder annehmen, und den andern verlaſſen will: er will aber nichts bon ihr hören, und muß ſie ihm ſeine beide Kinder herausgeben und das haus rauͤmen. Er hergegen laͤſſet ſich mit borbewußt des Generalſuperintendenten mit einer andern, und zwar im 39 jahr ſei­nes alters trauen, mit welcher er auch her­nach 4 Kinder gezeuget. Als ihm aber den, noch das krug⸗ und bauerleben nicht gefallen wollen: fo iſt er noch, wie geſaget wird, etz iche 9o jahr alt wieder mit den Soldaten ſort gegangen, nnd ums jahr 1660 in Kuͤſtrin als ein Soldate geſtorben. J 1. Theil der Maͤrk. Hiſt.

Erſter Theil, von der Mark insgemein. XI. Kap.

jemand der Frau eine falſche

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Hr. Arnold Gyſel von Lyr, geweſener ordinairer Raht und Admiral der Nieder­lande in Oſtindien, und Gouverneur zu Amboina, zulezt Churfuͤrſtl. Brandenb. Geh. Raht: geb. zu Löͤwenſtein A. 1580. geſt. 1676. im Dec. alt 97 jahr. Bei welchem hohen alter er noch von Churfuͤrſt Friedrich Wilhelmen an den Kaiſerl. Hof verſchikket worden. Sein grahmahl iſt in der Kirche zu Moͤdlin, Lenz. Inſp. zu ſehen, woſelbſt er mit feiner Tochter beigeſezet worden, und 1741. noch heide unverweſet geweſen; ohn­geacht ſie nicht balſamiret ſein. Dergleichen beiſpiel auch zu Garz, Salzwed. Inſp. an eis nem des geſchlechts derer von Jagow zu ſe­hen, der noch unverweslich, ſo gar auch an den kleidern. Als der Hr. von Lyr 70 jahr alt geweſen, ſein ihm ſeine graue haare aus­gefallen, und an deren ſtelle lichtbraune haare wieder gewachſen, die er auch bis ans ende behalten. Seiner wird in den Lenziſchenßt Geſchichten 5. XV. wieder gedacht werden Balzer Weber, ein Koſſate zu Beliz, geſt. 1740. im 97 jahr feines alters: iſt nie­mahls krank geweſen. ö

Urſel Schroders, eines Akkermanns, Peters bon Eich ſtaͤt Tochter, und Thom. Ra­dikens, eines Buͤrgers und Wagemeiſters Ehefrau, iſt geſt. 1667. 20 Oft, alt 9g jahr, 6 monat, nachdem fie 20 jahr mit dem er­ſten, und 41 jahr und ein halbes mit dem zweiten Mann, in allem 61 jahr 6 monat zu­ſammen in der ehe gelebet. ö

Hans Nieber, ein Alkersmann zu Chei­ne, Salzw. Inſp. geſt. 174.1. 9 Jan. alt g3 jahr. Hat von kind auf keine krankheit, auch nicht kopf⸗ und zahnſchmerzen gehabt, und bis an fein ende geſicht, gehoͤr und Ders ſtand hehalten, welches ende nach einer 4. taͤgigen mattigkeit erfolget.

Andr. Bohlke, zu Inſel, Tan germ. Inſp. geſt 1737. im 99 jahre: iſt wenig krank ge­weſen, und hat feine feldarheit und hauͤsliche angelegenheiten ganz bequem verſehen.

IV. Auf 100 bis 110 fein gekommen rr Perſonen, davon 65 erreichet haben 13%* 13 24 22 15 14 13 8 4 R 2

100 jahr. 161 2 102

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