Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1751)
Entstehung
Seite
757
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1748, ſtieg die anzahl der 2 bis 6 jährigen Saulbeerbaume und ein ſchols jaͤhrige,ſo aus Italien mit drunter begriffen, noch über 45000 ſtuͤk an. Zu deren verſetzung ein Weinberg von 4 aͤkkern, darauf man ſonſt winterruͤbeſaamen und ſommerfruͤchte ges hauet hat, genommen worden. Die graines hat man anfaͤnglich aus Berlin, Italien und Ebenezer in America verſchrieben. Im jahr 1750.hat man 502 pfund friſche Seidenhauͤs­lein, und dapon 193 pfund Floret u. 51 pfund 13 loht reine Seide erhalten, und uͤber 2000 ſtuͤk der beſten Seidenhauͤslein zuſammen für folgendes jahr ausgenommen, mithin an den

von 1745. bis und mit Michaelis 1749.

aufgewandten koſten, uͤber die helfte und dar­neben die 4 jaͤhrige zinſen, ſamt den 5 jaͤhri­gen betreibungskoſten gewonnen: dergleichen nutzung man bei gaͤrten, weinbergen und dem akkerbau vergeblich ſuchet. Und hier in der Mark hats auch nicht gefehlet: wannen­hers Se. Königl. Majeſtaͤt bewogen worden denjenigen Predigern auch Schulmeiſtern gewiſſe anſehnliche aufmunterungsgeſchenke zumachen, welche das jahr 1750. dieſe ſache ſich angelegen ſein laſſen, nemlich Herrn Schilling, Pr. zu Koßenblatt 100 thlr. Hrn. Ulrici 60 thlr. dem Schulmeiſter Dannenberg zu Dalwitz 40 thlr. den beiden Hrn. Pred. Kurze und Boͤrnike und Inſp. Hrn. Geißler zu Beßkow ieden 20 thlr. welche aufmunterungen hinfuͤhro auch ſollen fortge­ſetzet werden.

XXII. Holzungen und Wälder fein in al len theilen der Mark Brandenburg beſind­lich, und zwar ſo an einander hangend, daß, wann die fluͤſſe nicht eine trennung machten, man gar leicht aus einer in die andere, und am ende wieder in diejenige kommen koͤnte, von welcher man angefangen, ſo daß alles gebuͤſche eine große an einander hangende Heide ausmachen wuͤrde. Wie es aber mit dem großen Weltmeer heſchaffen, daß, ohn­geacht es an einander hanget, dennoch hon

den Laͤndern, wo es anſtoſſet, beſondern na­

men bekommt: eben fo bekommt dieſe große Heide von gewiſſen oͤrtern, wo ſie anſtoſſet, poder von den Herrſchafften, welchen fie zuge: hoͤret, oder von andern umſtanden gewiſſe namen; geſtalt dann einige und die meiſten und wichtigſten der Landesherrſchafft, einige den Landesſtanden oder dem Adel, und eini­ge gewiſſen Staͤten zuſtaͤndig ſein; von wel­

en man iedoch nur die vornemſte zum vor­* gegenwaͤrtiger hetrachtung machen

757 Dritter Theil, Naturgeſchichte der Mark Brandenburg. Ill. Kap. 758

2. In der Altmark ſein bekannt die Lezlingiſche und Gardelegiſche Heide, wel­che vorzeiten von der Landesherrſchafft mehr, Ils zu unſern zeiten beſuchet worden, ſonſt aber von groſſen belang fein, und unter ans dern mit dem Tanger, mit der Burgſtalli­ſchen, Neuendorſiſchen, Dießdorfiſchen Heide und dem Droͤmling graͤnzen, welcher in dem Chronico Gottwicenſi L. Il. ſ. O9 4. die Birkeſteiner Heide an Droͤmling, ges nennet wird. Außer welchen der Schen­kiſche Forſt bei Flechtingen, und der Al­venslebenſche Forſt bei Erxleben auch bes traͤchtlich ſein. K.

3. In der Prignitz trifft man an die Eldenburgiſche, Zechlinſche und Lenzen­ſche Heide, ſonſt der Dargard genannt, mit welchen andere in verknuͤpfung ſtehen.

4. In der Mittelmark innerhalb der Havel ſein die vornemſte die Ruppiniſche, Menziſche, Lidersdorfiſche und Beeziſche; und in dem ſogenannten Havellande die Nauenſche, Baͤrenklauiſche, Fehlefanzi­ſche und Wansdorfiſche Heide, nebft dem Bredowiſchen Buſch und dem ſogenannten

Lindholz und Lehehruch, dem ſehr bekannten Zozen bei Fehrbellin nebſt andern Koͤnigl. und Adelichen Heiden.

Dieſſeits der Habel und zwiſchen der Oder und Spree ſein vor andern namhaft Berlin gegen morgen die Ruͤdersdorſiſche, Fur ſten­waldiſche, Münchenbergiſche, Bukkowi­ſche, Hermersdorfiſche, Frankfurtiſche oder Karthauſerheide, die Storkowiſche Heide ꝛc. gegen abend die Jungfernheide, Spandauiſche, Gruͤnenwald, Zehlen­dorfiſche, Potſtammiſche, Jungfernhei­de bei Lenin, Kunersdorfiſche Heide ꝛc. gegen mittag die Köͤpenikſche, Teltowiſche, Wuſterhauſiſche, Machenowiſche Heide ꝛc. gegen norden die Schoͤnerlindiſche, Ora­nienburgiſche, Liebenwaldiſche Heide, durch welche die Fluht oder Neue Kanal, mithin die fahrt aus der Havel in die Fino und ferner in die Oder gehet. An dieſe ſtoſſet oſtwerts die Grimnitziſche, nordwerts die Schonbekſche heide, mit welcher die Mittelmark ſich endiget, und die Zedenil­ſche Heide graͤnzet. Von der Srimnigifchen Heide meldet Leutinger beim jahr 1591. 5. 1. daß ſie von der Havel an bis an die Oder durch ein gehege bon der Ukermark bei 9 meilen abgeheget ſei. Allein ſie ſtoſſet we­der an die Havel noch an die Oder, ſondern weſtwerts an die Schoͤnbekſche und Lieben­waldiſche, oſtwerts an die Korinſche, und ſonſt an andere daherum gelegene Heiden.

5. In