I. Oberflächenformen und geologischer Bau des weiteren
Gebietes
Die 95. Lieferung- der geologischen Spezialkarte von Preußen und benachbarten Bundesstaaten im Maßstabe 1 : 25000 umfaßt die Meßtischblätter Bärwalde, Fürstenfelde, Neudamm, Letschin, Quartschen und Tamsel.
In topographischer und geologischer Hinsicht kommt als wichtigste Eigentümlichkeit dieses Gebietes der Gegensatz zwischen Hochfläche und Tal zum Ausdruck. Die Hochfläche der nördlichen Neumark grenzt in einer nordwest-südöstlichen Linie Alt-Blessin—Zellin—Klossow—Bahnhof Neumühl—Gernheim an das Odertal und in einer südwest-nordöstlichen Linie Gernheim— Tamsel—Klein-Cammin—Ludwigsgrund an das Warthetal. Die Oder fließt fast gradlinig südost-nordwestlich von Alt-Drewitz— Alt-Schaumburg — Calenzig — Kienitz — Groß-Neuendorf — Zellin nach Alt-Blessin. Das Gebiet südwestlich von ihr gehört völlig dem Alluvium des Großen Oderbruches an, während nordöstlich des Flusses von Zellin bis Alt-Drewitz sich bis zum Rande der diluvialen Hochfläche die weite Talsandebene ausdehnt, die man kurz als Neumühler Talsandbucht bezeichnen kann. Im Warthetale schiebt sich zwischen das Warthealluvium und die diluviale Hochfläche von Tamsel bis Klein-Cammin eine wenig- scharf ausgeprägte und sehr schmale Talsandstufe ein.
Die topographischen und geologischen Verhältnisse der Hochfläche, die die gute nördliche Hälfte des Blattes Bärwalde, das Blatt Fürstenfelde mit Ausnahme seiner südwestlichen Ecke, das Blatt Neudamm, das Nordostdrittel des Blattes Quartschen und die Nordwesthälfte von Tamsel einnimmt, sind nur verständlich bei einer vorausgehenden Betrachtung des nördlich an unsere Blätter anstoßenden weiteren Gebietes (siehe Übersichtskarte).