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Oberflächenformen und geologischer Bau des weiteren Gebietes
Der Vergleich des in Norddeutschland allgemein verbreiteten Diluviums mit den gleichaltrigen Bildungen Skandinaviens und der Alpen und das Studium der noch vorhandenen Gletscher haben zu der Überzeugung geführt, daß Norddeutschland einer Inlandeisbedeckung unterworfen war, deren Ursprunggebiet sich im N. Europas befand. Dem letzten Abschnitte dieser Vereisung verdanken nun die Schichten, welche die Hochflächen der Mark zusammensetzen, größtenteils ihre Entstehung; namentlich ist daran die Rückzugsperiode des Eises aus seinem weit nach S. reichenden Verbreitungsgebiete in hervorragender Weise beteiligt. Untersuchungen der Geologischen Landesanstalt haben ergeben, daß dieser Rückzug in einer Zone Feldberg—Oderberg—Zehden—Mohrin—Rostin von einer Zeit des Stillstandes des Eisrandes unterbrochen war, als deren Ergebnis der Aufbau eines vielfach aus Blöcken bestehenden Walles anzusehen ist. Das Inlandeis besaß also hier eine Rand- oder zeitweilige Endmoräne, die im N. der Blätter Mohrin—Wartenburg— und Rosenthal verläuft.
Innerhalb dieser Blätter erscheint die neumärkische Endmoräne nur an wenigen Stellen in der bezeichnenden und der am leichtesten feststellbaren Form des auf weite Strecken geschlossen fortstreichenden Blockzuges zwischen Grundmoränenlandschaft als Hinterland und Sandr als Vorland. Trotzdem kann kein Zweifel darüber aufkommen, daß die Haupteisrandlage in diesem Gebiete nahezu die gleiche W.-O.-Erstreckung besessen hat, wie auf Blatt Zehden. Meist wirre, nur selten eine bestimmte Richtung einhaltende Hügel und schuttkegelartig geböschte Kies- and Geröllmassen, die nur selten durch Beimengung von zahlreichen Blöcken zur Blockpackung werden, grenzen in einer häufig auffallend geraden Linie nördlich an Ge- schiebelehm, dessen Oberfläche mit großen Blöcken besäet ist und in wirrem Durcheinander von Hügel und Senke die bezeichnenden Formen der bewegten „Grundmoränenlandschaft" aufweist. In dieser Form verläuft die Eisrandlage auf Blatt Mohrin über SO. Groß-Wubiser, S. Mohrin und Guhden, und nach einer Unterbrechung zwischen Vorwerk Charlottenhof und Neuvorwerk, nach WNW. von Gossow auf Blatt Wartenberg über N. von Gossow,