Bodenbeschaffenheit.
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Für Sand- und Grandboden ist die Mergelung ganz be-
sonders zu empfehlen, doch es ist wichtig, dass nach dem Mergeln das Düngen nicht unterbleibt. Wo Mergelung unmöglich ist, empfiehlt sich die erprobte Anwendung von Thomasmehl und Kainit. Auch lässt sich mancher Sandboden durch angemessene Beimischung von Torf sehr verbessern, gleichzeitige Düngung mit Kalk oder Mergel und Kainit befördert die Zersetzung des Torfs und die innige Vermengung mit dem Sande. Da die Nährstoffe des Torfs aber überhaupt schwer- löslich sind, empfiehlt sich ein mit Kalk und Asche vermengtes oder mit Stalldünger und Jauche verbundenes Torfmaterial.
Der Humusboden mit dem agrono20 etc. ist als mischen Profil H 20, HSL -20, SH Torf, Moorerde in zahllosen, mehr oder minder grossen Senken der Oberfläche vorhanden; da dieselben sich meistens im Bereich des Grundwassers befinden, wird der Humusboden als Wiesenboden verwerthet; nur eine starke Entwässerung gestattet die Umgestaltung der Wiesenflächen, wenn sie lediglich aus Moorerde bestehen, in Ackerland. Torf liesse sich wohl nur durch Ueberfahren mit Sand bei gleichzeitiger Entwässerung (Moorkultur) für den Körnerbau verwerthbar herstellen. Die wichtigste Verwerthung findet der Torf als Brennmaterial.
Der Kalkboden. Der Kalkboden entsteht auf Blatt Rosenthal aus der Ueber- lagerung von Torf über Kalk, Moorerde über Kalk oder Sand über Kalk und ist auf den entsprechenden Flächen in Folge dessen nur da vorhanden, wo die auf dem Kalk liegende Decke sehr dünn wird. Er kommt in grösserer Ausdehnung, südöstlich
vor. Die Flächen dienen überwiegend als Wiesen, lassen sich