Heft 
(1998) 5
Seite
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gischen und plattentektonischen Gesichtspunkten vorge­stellt. In der Mineralogie werden Mineralien und Gestei­ne im Zusammenhang mit magmatischen, metamorphen und sedimentären Prozessen behandelt und in ihrer Bedeutung als Bauelemente der Erdkruste sowie ihre Rolle bei Transportvorgängen in der Erde bewertet. Die Geophysik Ausbildung befaßt sich mit den physikali­schen Eigenschaften der festen Erde( Schwerefeld, Magnetfeld, Erdbeben, Erforschung des Erdinneren durch seismische Wellen) sowie mit der Anwendung geophysi­kalischer Techniken zur Suche von Minerallagerstätten, Ölvorkommen und Grundwasser. In den drei Teildiszipli­nen sind insgesamt 6 Leistungsnachweise zu erbringen (§ 8 Abs. 2 sowie Tabelle 1), daneben besteht Teilnah­mepflicht an 12 geologischen Exkursionstagen, an einem achttägigen geowissenschaftlichen Geländepraktikum, an der Übung zur Grundvorlesung Einführung in die Geo­wissenschaften sowie am Geowissenschaftlichen Seminar I. Die zu erbringenden Leistungs- und Teilnahmescheine sind Voraussetzung der Meldung zum Vordiplom. Diese Prüfung wird als gemeinsame Prüfung in den drei Teil­disziplinen Geologie( mit Paläontologie), Mineralogie und Geophysik innerhalb von 30 bis maximal 40 Minuten abgenommen.

( 2) In der Mathematik- Ausbildung wird im dreisemest­rigen Kurs Mathematik für Physiker und andere Natur­wissenschaftler( Mathematik I- III) mit wesentlichen Denkweisen und Verfahren der analytischen Methode und der linearen Algebra und Elemente der numerischen Mathematik vertraut gemacht. In allen Kursen werden Klausuren geschrieben, in denen mindestens 50% der möglichen Punktzahl erreicht werden müssen. Durch die erfolgreiche Teilnahme an den Klausuren der Kurse Mathematik I- III wird ein Leistungsschein vergeben. Ein weiterer Leistungsschein wird nach erfolgreicher Teil­nahme am Kurs Stochastik für Physiker und Na­turwissenschaftler vergeben. Inhalt der Prüfung in Mathematik ist der Kurs Mathematik für Physiker und Naturwissenschaftler( I- III). Allerdings sind beide Lei­stungsscheine die Zulassungsvoraussetzung zum Vordi­plom.en

( 3) Im Pflichtfach Physik werden Vorlesungen im Bereich Experimentalphysik( I- III) sowie eine Vorlesung auf dem Gebiet der Theoretischen Physik absolviert. Lei­stungsnachweise werden vergeben bei erfolgreicher Teilnahme am Physikalischen Anfängerpraktikum I( 1 LN) sowie in der Übung zur Theoretischen Physik( 1 LN).

( 4) Im Prüfungsfach Chemie werden Kenntnisse in Allgemeiner und Anorganischer Chemie erworben. Begleitend zu den Vorlesungen werden Praktika als Pflichtbestandteil der Ausbildung durchgeführt; bei erfolgreicher Teilnahme werden die Praktika mit je einem Leistungsschein bewertet, die theoretische Grundlagen für die Praktika werden in einer Klausur geprüft; beide Scheine werden bei der Meldung zum Vordiplom vorge­legt.

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Teil 3 Hauptstudium Mineralogie im Diplom­studiengang

§ 10 Lehrveranstaltungen und Leistungsnachweise im Hauptstudium

( 1) Neben der Fortsetzung der Studien in den Hauptfä­chern Petrologie und Geochemie erfolgt im Hauptstudium eine Spezialisierung in zwei Wahlpflichtfächern. Typisch für das Hauptstudium ist die eigenverantwortliche Ge­staltung des Studiums im Rahmen von wahlobligatori­schen Veranstaltungen. 16 SWS können hierbei als frei wählbare Veranstaltungen entsprechend der eigenen Interessenlage und Vorstellungen über den späteren Berufseinsatz ausgewählt werden.

( 2) In den Wahlpflichtfächern werden jeweils zwei Vertiefungsrichtungen aus vier angebotenen Fächern

gewählt:

Geologie Geophysik

Chemie

Physik

Diese Liste kann durch den Prüfungsausschuß Geo­wissenschaften geändert werden.

( 3) Das Hauptstudium Mineralogie umfaßt die folgenden obligatorischen Lehrveranstaltungen:

Lehrveranstaltung

als zwei Hauptfächer: Petrologie und

Geochemie

SWS LN

39

8

Zwei Wahlpflichtfächer sind aus den folgenden Berei­chen auszuwählen:

Geologie

Geophysik Chemie Physik

Frei wählbare Lehrveran­staltungen

11

3

11

3

11

3

11

3

16

Die Fächerkombinationen sind in Tabelle 3 mit den entsprechenden Leistungsnachweisen aufgeführt. Das Vorlesungsangebot kann den Gegebenheiten entspre­chend jederzeit angepasst werden.

Teil 4 Mineralogie als Wahlpflicht- und Nebenfach sowie als wahlobligatorische Vertiefungs­richtung

§ 11

Gliederung des Studiums

( 1) Studierende der Geoökologie nehmen während des Grundstudiums zusammen mit den Studierenden des Faches Geowissenschaften an der vierstündigen Einfüh­rungsvorlesung teil( Einführung in die Geowissenschaften I und II) und erbringen Leistungsnachweise über die

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