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I. Rechts- und Verwaltungsvorschriften
Studienordnung Geowissenschaften/ Mineralogie an der Universität Potsdam für den Diplomstudiengang und das Nebenfach
Vom 17. Juli 1997
Gemäß§ 91 Abs. 1 Nr. 1 des Brandenburgischen Hochschulgesetzes( BbgHG) vom 24. Juni 1991( GVB1. S. 156), zuletzt geändert durch Gesetz vom 16. Oktober 1996( GVBl. I S. 422), hat der Fakultätsrat der Mathematisch- Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Potsdam am 17. Juli 1997 die folgende Studienordnung erlassen:
Inhaltsverzeichnis
Teil 1 Allgemeine Bestimmungen
Geltungsbereich
Ausbildungsziele und Einsatzmöglichkeiten Zulassungsvoraussetzungen und Studienbeginn
Lehrformen
§ 1
§ 2
§ 3
§ 4
§ 5
§ 6
Leistungsnachweise
§ 7
Studienablauf und Studienfachberatung
Zeitliche Gliederung des Studiums
Teil 2 Grundstudium Geowissenschaften im Diplomstudiengang Mineralogie
§ 8 § 9
Lehrveranstaltungen des Grundstudiums Lehrstoff und Leistungsnachweise im Grundstudium
Teil 3 Hauptstudium Mineralogie im Diplomstudium
§ 10
Teil 4
§ 11
§ 12
§ 13
§ 14
§ 15
§ 16
§ 17
§ 18
Teil 5 § 19
Lehrveranstaltungen im Hauptstudium
Mineralogie als Wahlpflicht- und Nebenfach Gliederung des Studiums
Geowissenschaften als Pflichtfach für Geoökologen im Grundstudium
Mineralogie als wahlobligatorische Vertiefungsrichtung im Hauptstudium
Mineralogie als Wahlpflichtfach( 6 SWS Variante)
Mineralogie als Nebenfach( 20 SWS Variante) im Grundstudium
Mineralogie als Nebenfach im Hauptstudium Mineralogie als Nebenfach( 40 SWS Variante) im Grundstudium
Mineralogie als Nebenfach im Hauptstudium
Schlußbestimmungen
Inkrafttreten
Teil 1 Allgemeine Bestimmungen
§ 1 Geltungsbereich
Diese Studienordnung regelt auf der Grundlage des Gesetzes über die Hochschulen des Landes Brandenburg vom 24. Juni 1991, der Rahmenprüfungsordnung für die Diplomstudiengänge der Universität Potsdam vom 13. Oktober 1994 und der Diplomprüfungsordnung Geowissenschaften vom 17. Juli 1997 Ziele, Inhalt und Aufbau des Studiums des Faches Geowissenschaften/ Mineralogie im Diplomstudiengang und im Nebenfach Mineralogie anderer Diplomstudiengänge.
§ 2
Ausbildungsziele und Einsatzmöglichkeiten
Gesteine, Minerale und Fossilien sind natürliche Archive der Entwicklungsgeschichte der Erde. Das Studium der geologischen Vergangenheit führt zu einem Verständnis des Systems Erde, der komplexen Wechselwirkung einzelner Komponenten und deren zeitliche Variabilität. Geowissenschaftler befassen sich daher mit dem strukturellen Aufbau, der Zusammensetzung sowie der ökonomischen Bedeutung der Erdkruste, den Transportvorgängen fester und flüssiger Stoffe an der Erdoberfläche sowie in der Erdkruste und im Erdmantel, den physikalischen und chemischen Prozessen bei der Entstehung von Gebirgen und Ozeanbecken sowie der Entwicklung der Erde unter paläoökologischen Gesichtspunkten. Weitere wichtige Problemkreise sind die Gefährdung der menschlichen Gemeinschaft durch Erdbeben, Vulkanausbrüche, Überschwemmungen, katastrophale Massenbewegungen, die Folgen rascher Klimawechsel sowie Umweltschäden. Das Ziel ist hier die Vorhersage von Naturkatastrophen und eine Einschätzung der Risiken, um ökologische und ökonomische Schäden zu vermeiden oder zu minimieren. Bei der Lösung dieser aktuellen Fragen wird es für die Geowissenschaftler in Zukunft immer wichtiger sein, Fähigkeit zur interdisziplinären Zusammenarbeit zu entwickeln, eine umfassende Ausbildung in den Nachbardisziplinen Mathematik, Chemie und Physik zu erfahren und neue, forschungsorientierte Aspekte der Geowissenschaften in der Ausbildung zu studieren. Hierzu gehören die selbständige Durchführung von Projekten, das Anfertigen von Berichten und Präsentationen sowie eine Ausbildung in der Benutzung von elektronisch verfügbaren geologischen Datenbanken. Die Bedeutung von Datenbanken und die große Verbreitung von digital gespeicherten Satellitendaten in Forschung, Wirtschaft und Planungsstellen der Länder und Kommunen sind außerdem Ausdruck der zunehmend verschwimmenden Grenzen zwischen den geowissenschaftlichen Teildisziplinen.
Aus diesen Gründen wurde an der Universität Potsdam ein neues Konzept für das Studium der Geowissenschaften entwickelt, das sich an die Empfehlung geowissenschaftlicher Gremien zur Umstrukturierung der Ausbildungsrichtlinien an deutschen Hochschulen anlehnt. Das Fach setzt sich aus einem gemeinsamen Grundstudium der Fächer Geologie, Mineralogie und
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