innerhalb ihrer Markgrafschaft gelegen waren; — eine Veräußerung, die weder seiner Gciichmhaltung bedurfte, noch durch seine Majestät verhindert werden konnte.
Fragt man aber, was den Markgrafen Otto und Albert denn eigentlich für ein Verhältnis! zu einer so ungeheuren Opferung an die gegen sie stets feindlich und eifersüchtig verfahrende Magdeburgsche hohe Kathedralkirche vermögt habe; so ist die Antwort, von jenen Schriftstellern entlehnt, diese, daß jene Fürsten in unsinniger Frömmigkeit alles Interesse des eigenen Landes und Hauses dem rastlosen Streben nach Vermehrung des Kirchcneigenthums und somit auch der Messen, die in diesen Kirchen zum Heil ihrer Seelen wären gehalten worden, nachgesetzt hätten, an wclcl)e Behauptung sich dann eine Masse von Vorwürfen für den Markgrafen Otto II reiht, von denen dieser Fürst wohl keinen verdient hat. Er zeigt sich im Verein mit seinem jüngern Bruder, der nicht umverth scheint, Al- brecht des Bären Namen getragen zu haben, weder schwächer noch nachgiebiger gegen die Geistlichkeit, wie irgend einer seiner gepriesenen Ahnen. Zu jener Abtretung trieb ihn keilte überspannte Neigung seines frommen Ge- müthes; sondern sie ward von ihm durch eine harte Noth- wendigkeic erzwungen, in Umständen, deren Darstellung von Brot uff, mit mannigfaltiger Dichtung kindisch aufgeputzt, uns hinterlassen ist').
vorhergehende Chronica de tempore Crcativnis mundi, welche bis auf die Zeit der königlichen Herrschaft Wilhclm's von Holland reicht, giebt uns vom Erzbischöfe Otto die kurze Notiz: „Er kauffet Marggraff Alb rechts eigen vc» Brandenburg in das Gotteshaus und Graff Hoyers eigen", welche sich allem Anscheine nach auf die oben betrachtete Abtretung beziehen soll.
1) Brotusfius Genealogia vnd Chronika des D. Hauses von Anhalt Bl. Xb>l. vgl. S-W. Wohlbrück's treffliche Abhandlung über diesen Gegenstand im Allg. Archiv des Preuß. Staats von