sicherer Beweis zu seyn: denn dieses kandmaaß kommt auch in andern Landern vielfach vor, von denen cs nicht glaublich ist, daß Niederländische Kolonisten sich darin niedergelassen hatten; es soll selbst in Prenßen angcwendet worden seyn'). —
Die gedachten Kolonien der Mark Brandenburg bestanden, allem Anscheine nach, gr-ßtentheils aus Haudwer- kern und Ackerslcnten. Zu Gunsten der erstem sollen die Wendischen Bewohner mis den Städten vertrieben, und die dadurch erledigten Wohnsitze und Gehöfte jenen eingeräumt worden seyn. Diese Nachricht kann sich aber aus schon erwähnten Gründen nur auf die Stadt Brandenburg beziehen. Wahrscheinlich indessen, wenn auch nicht zucrwiesen, ist es, daß die Orte Seehausen, wie Korner berichtet, und auch Werben erst durch Niederländische dahin versetzte Kolonisten zu bedeutendem Städten qnwuchsen. Auch Stendal hatte wenigstens im Anfänge des 13tcn Jahrhunderts ein Glied der Familie Barvot, welche aus Kölln am Rheine in diese Gegend eingewandcrt seyn muß"), unter seinen Be
il Wohlbrück's Gesch. des Lisch. Lelms Thl. I. S. 361. Von Dregcr <1ip>l. Uoineran. 1'. I. p. 310.
3) Eines der ältesten und ansehnlichsten Köllnischen Rittcrge schlechter, soll sich, (den genealogischen Nachrichten des Vikar Als ter zufolge, die sich im Archive des chemal. Jesuiten-Collegiums zu Kölln befinden,) nach 3 Söhnen, Albus, Rufns und Parvus, in die Meißen, Rothen und Parvus, woraus in der Niederdeutschen Mundart Barvus geworden seyn soll, getheilt haben. Die letztem blühten zu Kölln und Stendal, und sollen an diesem Orte, mit ihrem Mappen spielend, statt der Kronen der heil, drei Könige drei Fuße hineinqesetzt haben. Im 12ten Jahrhundert kommt besonders ein Ricolf Parfus zu Kölln häufig in Urkunden vor, der einen Sohn, Ricolf, und eine Tochter, Vertrade, hinterließ, welche den edlen Vogt Emund, aus dem Geschlecht« der Grasen von Sasfenberg und Nuenar, heirathcte. Zwischen 1210 und 1260 war ein Heinrich Parfus« siOiaialis Lcavinnrum in Kölln, und