Zeitschriftenband 
Theil 2 (1832) Beschreibung der politischen und kirchlichen Verhältnisse der Mark Brandenburg
Entstehung
Seite
556
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di« er auf «mm Theü der Wische geioacht hatte, wieder aufgab').

Die Biechümer Havelberg und Brandenburg, 946 und 949 vom Kaiser Otto gestiftet, erhielten ihr« sehr beträch«. liehen Diöcesen ganz in Elawenländem jmseitS der Elbe, di« meistens auch noch unter nicht sicher genug befestigter Hoheit des Deutsche Reiches von Clawenfürsten beherrscht wurden. Das erster« gelangt« daher nie ganz in den Besitz seines großen Etistsfprengels, dem nordwestlich, di« Elde, westlich d>« Elb«, südlich die Srremmc'), und östlich di« Pene bis zu deren Ausflüsse ins Meer zu Grenzen gesetzt waren. Diejenigen Provinzen desselben, welch« zu AlbrechtS des Bären Zeit der Marl Brandenburg an gehörte», wa. ren ihm damals wirklich untergeben'). Aber die, wann dem Bisthum« Havelberg noch die Bekehrung nicht gelun. gen war» dies« vielmehr auf anderem Wege betrieben wurde, betrachtete, wenigstms bas geistliche Oberhaupt der Kirche,' als frei und unabhängig, woher es st« nach Belieben an an­der« Disthümer überließ. Denn wenn auch König Konrad t 150 noch dem Bisthume Havelberg seinen ganzen Ursprünge lichen Etiftssprengel bestätigt«'); so übergab doch Pabst

1) Leibu/et« stvript. rrr. ktraneelc. 1*. ll. p. 217.

2) Man begreift mchk, wie Gercken« der Herausgeber der Matrikel de« Bi'chos« Dietrich von Stechow, in der 8i rumin» de« Havelbergschen Stiftungtdnesee die heutig« Strem«« verkennet, tonnte, «ober er auf keiner Karte de« Brandmburgkchen Stift«- «Sprengel« de« Detxefe Havelberg« fast nach Ziesar bin «msbreetetr, indem er die Städte Plaue und Mtlow. di« Kircttzüel« Sedlageuthm, Wusterrvitz, Banz (heut Badniß, welche« Gercken irethä-nlich für «ingegangen hielt und mehrerr andere, welcbe die Drandendurqfche Matrikel begreift, damit au« dem Sprengel diese« Be«rhum«4 0 u« schloß.

Z) Vgl. rhl. I. S. 21.',. 27«,.

1) Luchholtz «efch d. tzdnrm- khl l. S. tlb 118.