Heft 
(1927) 36
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gebiet der Elbe bis zur Weichsel und Memel nach einheitlichen Methoden und Grundsätzen zu erforschen und damit die Probleme der Siedlungs­forschung in diesen Gebieten planmäßig zu fördern.

2. Die Mitgliederzahl der Arbeitsgemeinschaft soll 25 nicht über­steigen. Der Kreis der Mitglieder beschränkt sich auf die berufsmäßigen Träger der Forschung, in erster Linie auf die Leiter der größeren Museen, Vertrauensmänner der Denkmalspflege und Hochschulprofessoren. In diesem Rahmen ergänzt sich die Arbeitsgemeinschaft nach eigenem Er­messen. Angenommen ist der Antrag auf Aufnahme eines neuen Mitglie­des nur, wenn% der Mitglieder zustimmen.

3. Die Arbeitsgemeinschaft wählt den Vorstand auf drei Jahre, der aus dem Vorsitzenden, seinen beiden Stellvertretern und dem Geschäfts­führer besteht.

4. Die eingehenden Anträge werden vom Vorstand den Mitgliedern zur Beschlußfassung unterbreitet. Die Arbeitsgemeinschaft arbeitet im dauernden Einvernehmen mit den zuständigen Instanzen des Reiches, der Länder und Kommunalverbände. Für die Vorbereitung und Durchführung der Aufgaben können Sachverständige herangezogen und Sonderaus­schüsse gebildet werden, an denen auch der Präsident der Notgemein­schaft der Deutschen Wissenschaft sowie Vertreter der sonst als Geld­geber in Betracht kommenden Stellen beteiligt werden können.

5. Der Vorsitzende beruft die Arbeitsgemeinschaft nach Bedarf. Sie muß auf Verlangen von einem Drittel der Mitglieder zusammen­berufen werden. Für die Bureaugeschäfte wird die Baltische Kommission die erforderliche Hilfe leisten.

Der Zusammenschluß der nord- und ostdeutschen Vorgeschichts­forscher zu dieser Arbeitsgemeinschaft wird von allen Seiten freudig be­grüßt werden. Hoffen wir, daß die Wirksamkeit der neuen Vereinigung sich ähnlich segensreich gestaltet wie die der Reichslimes- Kommission und der römisch- germanischen Kommission des Archäologischen Instituts des Deutschen Reiches für den Westen und Südwesten.

A. K.

Das Bronzeschwert von Kl.- Mutz, Kreis Templin.

Von Dr. Albert Kiekebusch.

Unmittelbar vor Abschluß des Heftes ist es der vorgeschichtl. Ab­teilung des Märkischen Museums gelungen, einen prachtvollen Fund aus der jüngeren Bronzezeit zu erwerben. Es handelt sich um ein Bronze­schwert mit nierenförmigem Knauf, das schon vor etwa 25 Jahren auf dem Acker des Gutsbesitzers Otto Lamprecht in Kl.- Mutz bei Zehdenick gefun­den worden ist. Das Miniaturschwert hat nur eine Länge von