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Könige. Der gedachte Offizier des großen Kurfürsten schirmte mit seinen Dragonern nur die verwüstete Heimat. Die Güter umfaßten durchschnittlich jedes 50 große Ritterhufen zu 60-120 Morgen, also mindestens 5000 Morgen insgesamt. Die Erträgnisse vom Walde beschränkten sich auf das nötige Bau- und Brennholz, sowie Honig. Die Nähe von Berlin mag aber bei der Größe der Heide, also noch unforstlich gepflegten Waldes, eine höhere Forstrente besonders beim Wiederaufbau nach den Verwüstungen des großen Krieges gezeitigt haben. Denn die Gütervermehrung um diese Zeit spricht für diesen besseren Ertrag. Schlimm war die Güterteilung. Nicht einmal das Einzelgut fiel einem Besitzer zu. Nur das Absterben der einzelnen Zweige führte zum einheitlichen Besitz oder zur Gütervereinigung. Geldlich war es ein Nachteil, daß fast keiner in fremde Dienste trat, und damit die Last minderte, alle Glieder aus den Gutserträgnissen zu erhalten. Tatsächlich erfolgte die größte Besitzvermehrung, als das Geschlecht auf wenigen Augen stand und der Stammvater der heutigen Geschlechtssippen zu Sieversdorf alle Güter mit Ausnahme von Petersdorf in seiner Hand vereinte. Petersdorf blieb bis 1771 freilich in der Familie. Der trotzdem wohlhabende letzte Besitzer verkaufte es unter Anlegung eines Lehnstammes, der in der Napoleonischen Zeit spurlos zerrann, Wie schädlich die Gutsteilung früher gewesen war. beweist das Beispiel von Johann V. auf Petershagen, der sechsmal seinen Anteil an Briesen u. Madlitz den Karthäusern in Frankfurt a. O. verpfändete. Dabei waren die wirtschaftlichen Verhältnisse im 15. Jahrhundert trotz gelegentlicher Hussitennot wesentlich günstiger als im früheren Jahrhundert, da mit den Hohenzollern Zucht und Ordnung in die Mark zurückgekehrt war. Die Klöster waren die ländlichen Banken. Die Beleihung erfolgte auf Wiederkauf, der Hypothek, die älteste Form der deutschrechtlichen Satzung. Den Aufstieg seines Herrscherhauses mußte gerade der märkische Adel teuer bezahlen. Als Joh. Sigismund die Cleve- Jülische Erbschaft machte, muẞte ihm der Adel außer der eigenen Person noch 1000 Fußknechte stellen. Der Ritter zog auch nicht allein zu Felde, sondern mit entsprechendem Troẞ.
Schlesien hat einem großen Teil des märkischen Adels seinen angestammten Besitz gekostet, jedenfalls unserem Geschlecht die gesamten Stammgüter, zumal die Russen jahrelang auf seinen lebusischen Gütern lagen. Bezeichnend ist die Verschuldung von Petersdorf durch die Kriegsläufte und die kgl. Verwaltung infolge der Unmündigkeit der Erben, während der 7jährige Krieg alle übrigen Verwandten im Felde hielt, obwohl der Feind am heimischen Herde stand. In der Schlacht bei Prag 1757 fiel zusammen mit dem Feldmarschall Grafen von Schwerin der Kommandeur des Infanterieregiments Prinz v. Preußen, der Obrist Joh. Albrecht v. Strantz auf Petersdorf. Sein Erbe stand als Fähnrich fast noch im Kindesalter im väterlichen Regiment. So fiel auch später mein Urgroßvater bei Biesingen 1792 vor seinem Bataillon angesichts seiner im zartesten Jünglingsalter stehenden drei Söhne. Der märkische Adel focht