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nicht entzogen wurde, verpflichtet uns zu ganz besonderer Dankbarkeit. Im abgelaufenen Jahre 1927 konnten wir zum ersten Male wieder 12 Monatshefte herausgeben. Der weitere Ausbau unserer Zeitschrift muß uns allen am Herzen liegen. Der Erfolg ist abhängig vom Vorhandensein ausreichender Mittel und von der Einsendung wertvoller Mitteilungen und Abhandlungen.
Mitteilungen des Historischen Vereins für Heimatkunde zu Frankfurt a. O. 27. Heft. 1927.
Heft 26 dieser Mitteilungen erschien 1913. Während der Zwischenzeit hat der Verein drei bedeutende Führer verloren, denen warme Nachrufe gewidmet werden: Verwaltungsdirektor Dr. Pollack( Vorsitzender von 1903-1921), Rektor Bieder und Oberstudiendirektor Dr. Agahd. Daß aber jetzt noch tüchtige Kräfte am Werke sind, beweist der reiche Inhalt des neuen Heftes.
Der allgemein hochgeschätzte Archäologe Mich. M. Lienau schreibt über ,, West- und Ostgermanen an der mittleren Oder unter besonderer Bezugnahme auf Frankfurt und Umgebung."
M. Pohlandt behandelt ,, Die heimatliche Landschaft in der Literatur von Christi Geburt bis zur Frühgeschichte", also von Ptolemaios bis auf Dlugosz. Ueber den letzten Rektor der Frankfurter Universität berichten Seilkopf und Winter; über die Frankfurter Marienkirche Berger- Schäfer.
In Winters ,, Beitrag zur mittelalterlichen Volkskunde Frankfurts" werden neben anderen märkischen„ Bauopfern" auch Beispiele aus Spandau und Berlin herangezogen. Verdienstlich ist auch Pohlandts Zusammenstellung der Frankfurter Literatur 1907-27.
Von den ,, Baltischen Studien", herausgegeben von der„ Gesellschaft für Pommersche Geschichte und Altertumskunde", ist der Neuen Folge 29. Band erschienen. Stettin 1927.
Neben den ,, beiden ältesten Karten der Umgebung Stettins" von Oberstudiendirektor Prof. Dr. Fredrich, dem Verfasser der Geschichte von Küstrin, enthält der neue Band dieser Zeitschrift zwei Arbeiten, die auch für die Geschichte und Vorgeschichte der Mark von größtem Interesse sind.
Dr. Eggert behandelt auf 155 Seiten( mit einer Karte 1: 300 000) Die Wendenzüge Waldemars I. und Knuts VI. von Dänemark nach Pommern und Mecklenburg. Es handelt sich dabei nicht um eine Darstellung dieser Wendenzüge, sondern um eine als Greifswalder Dissertation herausgekommene, streng wissenschaftliche Untersuchung, die sich fast ausschließlich auf die nackte Chronologie der Wendenzüge erstreckt. Zu bedauern ist dabei nur, daß die Chronologietabelle und das ausführliche Literaturverzeichnis nur den Dissertationsexemplaren beigegeben ist. Mit allen für die zweite Hälfte des 12. Jahrhunderts in Frage kommenden Quellen( Helmold, Saxo- Grammatikus,