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Knytlingasaga, den deutschen und dänischen Annalen und Chroniken) sowie sämtlichen bisherigen Darstellungen deutscher, dänischer und schwedischer Forscher hat sich Eggert gründlich und kritisch auseinandergesetzt. So fällt wieder neues Licht in die immerhin noch im Dämmer der Frühzeit sich vollziehende Kolonisation und Germanisierung unserer nördlichen Nachbarlandschaften und damit natürlich auch unserer Mark selber. Jeder der 23 von 1159-1198 von den beiden Dänenkönigen veranstalteten Wendenzüge wird zeitlich und dabei notwendigerweise auch räumlich möglichst genau festgelegt. Im Hintergrunde heben sich die Gestalten des kriegsgewaltigen Bischofs Absalon, Barbarossas, der mit Waldemar I. bei der Belagerung Lübecks zusammentrifft, und Heinrichs des Löwen ab, der mehrfach mit Waldemar gemeinsam gegen die Wenden zieht( 1160, 1164, 1177).
Uns interessiert aber ganz besonders das Erscheinen Ottos II. von Brandenburg auf dem Kampfplatze, der die askanischen und damit die deutschen Ansprüche auf die Slavenländer nach dem Ausscheiden Heinrichs des Löwen den Dänen gegenüber vertritt, Bischof Peter von Roeskilde infolge einer siegreichen Schlacht( 1198) gefangen nimmt und im Winter 1198/9 in die Landschaft Tribsees( südwestlich von Stralsund) einbricht.
Noch näher geht uns die Arbeit von Prof. Robert Beltz: ,, Der Schatzfund von Quilitz"( Insel Usedom) an.
In einem Tongefäß, das mit Birkenrinde ausgelegt war", fand sich ein Hacksilberfund( 5683 g), zu dem auch in diesem Falle zahlreiche europäische und orientalische Münzen gehören( 2200 bestimmbare). Nach Ausweis dieser Münzen ist der Fund etwa um 1025 in die Erde gekommen. Geflochtene und gedrehte Halsringe, Arm- und Fingerringe, Schläfenringe, Ohrringe, Barren und Platten( 234 Stück) sowie Schmelzklumpen enthält auch dieser Schatz in großer Zahl. Beltz beschäftigt sich in seiner gründlichen Weise auch mit der Frage der Herkunft und der Verbreitung der Schatzfunde. In Schleswig- Holstein und Mecklenburg zählt der Verf. je 18, in Pommern( ,, das reichste Land in Deutschland") 85, in Westpreußen 27, Ostpreußen 14, Posen 40, Schlesien 24, Provinz Sachsen und Freistaat Sachsen sowie Böhmen nur wenige, in Brandenburg 25, wobei der von Gralow übersehen wurde. Dem Funde an der Leissower Mühle( jetzt im Märk. Museum) mit 10 kg( muß heißen 11) stehen an Umfang nur die Funde von Lupow( 12,6 kg), Gellenthin, Malzkow und Paatzig( 10 kg) nahe.
In der Zeitschrift Mecklenburg veröffentlicht Dr. Asmus einen Aufsatz: Der Burgwall von Teterow und seine Eroberung durch die Dänen 1171.
Mit Lisch hält der Verf. den Burgwall von Teterow für die von Saxo genannte Burg Bridder, die von Waldemar I. und seinem Feldherrn Bischof Absalon erobert wurde( auf dem 14. Zuge Waldemars ins Wendenland). Besonders anziehend ist es, zu lesen, wie ein solcher Burgwall