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nes Vorbild den Schülern dienlich war. Sein Ansehen und sein Andenken sind mit seinem vor fast 40 Jahren erfolgten Tode in meiner Heimat noch nicht erloschen, sondern werden von seinen früheren Schülern hoch in Ehren gehalten, wie sich das an seinem und meiner Mutter Grabe zu seinem 100. Geburtstage im Jahre 1921 durch zahlreiche Beteiligung der Gemeinde an der Gedenkfeier bekundet hat.
Daß in dem Dorfe kein Pastor wohnhaft war, kam natürlich seiner Stellung und seinem Einfluß in der Gemeinde zustatten. wie auch andererseits seinem Untergebenenverhältnis als Lehrer und Kirchendiener zu dem Geistlichen( Probst) in Mittenwalde als Pfarrer und Schulinspektor, zumal man ihm in seiner gewissenhaften Amtsführung nichts anhaben konnte und ihm auch sein starkes Unabhängigkeitsgefühl, auf Grund seiner großen Verdienste, mehr oder weniger nachsah. Allerdings war auch der Boden für eine fruchtbare Berufstätigkeit der Gemeinde gut vorbereitet durch die altansässige, ehrbare und im ganzen sittenreine Bevölkerung, in der die Familie meiner Mutter eine hervorragende Stellung einnahm und noch heute behauptet in ihren nunmehr weitverzweigten Gliedern, die alle mehr oder weniger große Landwirtschaften in dem Orte besitzen. Sehr bemerkenswert war die patriotische Gesinnung dieses ganzen Verwandtenkreises, wie auch der meisten anderen Einwohner des großen Dorfes, die auch in gewissen Veranstaltungen der Schule zum Ausdruck gelangte. Letztere waren wohl auch behördlich vorgeschrieben. So mußte zur Feier des Königs- Geburtstages der Schulunterricht ausgesetzt werden und unter Führung des Lehrers marschierte die ältere Dorfjugend mit der schwarzweißen Gemeindefahne nach einem Platze, wo sie mit den benachbarten Schulen zu gemeinsamen Kundgebungen und Spielen zusammentraf. Die damals el üblichen einfachen Leibesübungen unterschieden sich zwar der Form nach erheblich von den heute gebräuchlichen, aber sie hatten doch das Gemeinsame des Wettkampfes und des Preisringens. Auch die örtlichen Gegensätze, an denen es selbstverständlich nicht fehlte, kamen bei der Gelegenheit zum Vorschein, oder sogar gewissermaßen zum Austrag. Außerhalb der Schulordnung geschah letzteres in ganz bewußter und beflissener Weise zwischen den Jungmannen des Städtchens Mittenwalde und der umliegenden Dörfer an einem bestimmten Frühlingssonntag auf dem Weinberge, einer ziemlich ansehnlichen Erhöhung im Nordwesten von Mittenwalde, wo um diese Zeit sogenanntes Federgras blühte, das den äußeren Anlaß zu dem Stelldichein bot, auf welchem die Städter mit den Dorfjungen manchen Kampf aufzufechten hatten. Es waren wohl für die gesamte märkische Jugend, jedenfalls aber für mich als Soldatenschwärmer, herrliche Tage und Zeiten in den fünfziger und sechziger Jahren, wo man viel Heeresglanz sowohl bei Besuchen der Landeshauptstadt oder anderer Garnisonstädte, wie Potsdam, als auch bei den Herbstübungen des Gardekorps im Teltow zu sehen bekam. Unser Dorf wimmelte manchmal von darin einquartierten oder durchmarschierenden Truppen, denen wir Jungen in