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gen eingehend berichtet. Wir ersehen aus ihm, daß neben dem vom Staatsminister a. D. Bölitz geleiteten Bunde sich noch andere große Vereinigungen( Evangelischer Zentralbildungsausschuß, Zentralausschuß der katholischen Verbände) sich mit der kulturellen Hebung des Theaters beschäftigen, daß die Filmprüfungsstellen und die Bekämpfung von Schmutz und Schund hier einen starken Rückhalt haben. Wenn die in dem Kapitel über Kulturpolitik dargelegten Grundsätze überall Widerhall finden, wenn die 17 Bezirksverbände des Bundes vom deutschen Volke unterstützt werden, dann darf man eine Veredelung aus dem heute lediglich auf Sinne und Auge eingestellten, rein geschäftlichen Theaterbetrieb der großen Städte schon für möglich halten. Sehr zu begrüßen ist, daß der Bund die Pflege des Jugendspieles, des Puppen- und Heimatspieles besonders verfolgt. Das umfangreiche und auch illustrierte Buch ist zugleich ein Rechenschaftsbericht über die sehr intensive Arbeit des Bühnenvolksbundes, der mit seinen Verzweigungen in viele kulturelle Bestrebungen unserer Zeit eingreift, und der, wenn er auf gleichem Wege fortschreitet, dem gesamten Bühnenwesen mit Einschluß des Films und des Radio einen Antrieb zu einer nationalen Betätigung geben wird. Der Beitrag für Einzelmitglieder beträgt jährlich 5,60 Mark, für den ein großer Sammelband, ein Roman nach eigener Wahl und die Zeitschrift( jährlich 6 Hefte) geliefert werden. Prof. R. Mielke.
Brandenburgisches Jahrbuch. Herausgegeben vom Landesdirektor der Provinz Brandenburg, 3. Band. Berlin 1928, Verlag der Deutschen Bauzeitung. 3 Mark.
Daß in dieser schönen dritten Ausgabe des Jahrbuches das tausendjährige Brandenburg voransteht und in dem Stadtarchivar Prof. Dr. Tschirch einen Bearbeiter von wissenschaftlichem und literarischem Ruf gefunden hat, ist ein erfreuliches Zeugnis für die Gediegenheit des Jahrbuches. Doch auch die anderen Mitarbeiter haben ihr Bestes gegeben. Die rauh illustrierte Arbeit Prof. Felsbergs über das vorgeschichtliche Brandenburg ergänzt die Ausführungen des Historikers und ist um so mehr zu begrüßen, als auf diesem Gebiet Abschließendes noch nicht veröffentlicht war. Ueber den 1927 in der Dreifaltigkeitskirche zu Finsterwalde gemachten Fund einer goldenen Halskette berichtet Provinzialkonservator Prof. Blunck. Das selten kunstvolle und kostbare Stück ist sehr wahrscheinlich von Tobias Wolff in Dresden Ende des 16. Jahrhunderts gefertigt und dem Bergrat Otto von Dieskau von seinem Kurfürsten Christian I. von Sachsen verliehen. In Wort und Bild schildert Prof. Dr. Schoenichen einige seltene und darum geschützte Pflanzen Brandenburgs. Aufgabe aller ist es, auf die Vernichter unserer Natur zu achten, die aus Unkenntnis oder Erwerbssinn rücksichtslos gegen unsere Naturdenkmäler wüten. Verboten ist es, Zweige von Tannen, Fichten, Kiefern, von Birke, Haselstrauch, Weiden, Weiß- und Sanddorn, Holunder, Eberesche, Pfaffenhütlein, von der Mistel, Rosensträuchern, zu ent