186
Mit der verantwortungsvollen Aufgabe, die Nuthe- und Nottelinie in Verteidigungszustand zu setzen, war der Major von Gärtner vom Ingenieurkorps beauftragt. Das Handwerkszeug wurde, soweit angängig, aus den Beständen des Garde- Pionier- Bataillons geborgt. Zur Vorbereitung der Ueberschwemmung wollte man Arbeiter auf Grund des Kriegsleistungsgesetzes vom 2. Mai 1851 heranziehen. Die Wasserbaubeamten der Gegend stellten ihre Kenntnisse in den Dienst der Sache. Es erschien am besten, wenn der Bau der Werke von freiwilligen Arbeitern geleistet wurde. Zu dem Heranfahren des aus den königlichen Forsten zu liefernden Holzes konnte der Major die erforderlichen Gespanne auf Grund des Kriegsleistungsgesetzes durch die Landräte requirieren lassen, und er wurde ermächtigt, mit Berliner Zimmermeistern. wegen des Baues von Blockhäusern in Verbindung zu treten.
Major von Gärtner wohnte in dem Berliner Hotel ,, Magdeburg", Mohrenstraße 11-12, und schloß von hier aus mit dem Zimmermeister Schulz wegen Ausführung der Hohlbauten einen Vertrag ab. Danach hatte letzterer für das große Werk bei Mittenwalde zu liefern: zwei Blockhäuser, für 30 Mann berechnet, von 34 Fuß Länge und 19 Fuß Breite, eine Spitzkamponniere, eine Kehlkamponniere, zwei Schulterkampon nieren, eine Poterne mit zwei Pulvermagazinen, ein Abris, zwei Barrieren, drei Abris unter Traversen, eine Brücke, 2000 Stück Spitzpalisaden, 360 Brustpalisaden, 4000 laufende Fuß Palisadenlatten. Aehnliche Arbeiten sollte Schulz für die drei Schanzen bei Wietstock und für die Schanze auf dem Wilmersdorfer Berg leisten. Ein zweiter Kontrakt wurde mit einem gewissen Joseph Steinfeld abgeschlossen. Dieser übernahm es, die Erdschacht-, Bekleidungs-, Flecht-, Faschinen- und Entwässerungsarbeiten zu leiten, Palisaden setzen und jede zweimal nageln, Erddecken auf Hohlbauten bringen zu lassen usw. Im ganzen sollten 10 000 Spitz- und 1800 Brustpalisaden zur Verwendung kommen.
v. Gärtner bereiste selbst die ihm anvertraute Stellung und kam zu der Ueberzeugung, daß auf dem Wilmersdorfer Berg Platz für nur ein Werk sei. Die Kuppe des vor Mittenwalde liegenden Galgenbergs, der als Brückenkopf dienen sollte, bot nach der Ansicht des Majors zu wenig Raum, so daß die mittlere Schanze, die zudem wegen ihrer größeren Ausdehnung unverhältnismäßige Erdarbeiten erfordert hätte, in den Maßen etwas beschränkt werden mußte. In Begleitung des in Zossen wohnenden Wasserbaumeisters Klehmet, der durch den Bau des Nottekanals bekannt geworden ist, besichtigte Gärtner auch die Niederungen. Nach den angestellten Beobachtungen konnten die Täler zwar nicht vollkommen überschwemmt, doch durch Ansuppung des Gebiets für Kavallerie, Artillerie und geschlossen vorgehende Infanterie unpassierbar gemacht werden. Ferner kam man zu der Ueberzeugung, daß der Teil zwischen dem Trebbin- Thyrower Damm und dem Rangsdorfer See wahrscheinlich trocken bleiben werde und von einer Stauung des letzt genannten Sees nichts zu erwarten sei. Klehmet erbot sich, alle nötigen Vorbereitungen durch seine Leute so zu treffen, daß auf die erste Auf
fo
D
St
L
u
01
S
b
g
n
d
B
g
Je
u
si
ri
ha
T
SUK
lä
V
SO
SO
U
a
SDSSSTATENTES UPA
m
ka
W
ha
te
st
W
V
Α