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forderung binnen wenigen Tagen alle Dämme geschlossen sein könnten. Den Offizieren wurden ihre Arbeiten zugewiesen. Hauptmann Albrecht stellte mit den Offizieren der Pionierkompagnie und den SekondeLeutnants Castendyk und Schöll das Werk auf dem Wilmersdorfer Berg und die Schanzen an der Nutheniederung her. Jenen waren zwei Unteroffiziere und 22 Pioniere unterstellt. Hauptmann Schumann und die Sekondeleutnants Adam und Päsch bekamen den Bau der drei Werke bei Wietstock zugewiesen und trafen die Vorbereitungen zur Verteidigung der Niederung von Wietstock bis einschließlich des Groß- Machnower Dammes. Unter ihrem Kommando standen drei Unteroffiziere, drei Gefreite und 19 Pioniere. Dem Premierleutnant Hofmann lagen der Bau des Werkes bei Mittenwalde und die Vorbereitungen der Verteidigungseinrichtungen der Nottelinie von Mittenwalde bis zur Dahme ob. Jedoch nahm zunächst Hauptmann Schumann mit den Leutnants Hofmann und Päsch Quartier in Mittenwalde. Sie besichtigten das Terrain, indem sie über Schenkendorf, Königswusterhausen, Deutschwusterhausen zurück nach Mittenwalde, sodann auch über Groß- Machnow zum Chausseehaus, das an der Straße am Phälingsee lag, ritten. Hauptmann Albrecht übernahm die Rekognoszierung mit den Offizieren seiner Kompanie vom Thyrower Damm über Wendisch- Wilmersdorf nach Groß- Schulzendorf.
In den nächsten Tagen geschah das Ausstecken der übrigen Schanzen, und zwar einer auf dem Galgenberg bei Mittenwalde, von dreien auf den Höhen südlich von Wietstock und einer auf der höchsten Kuppe des Wilmersdorfer Berges. Die dabei in Frage kommenden Geländestücke wurden abgeschätzt, übergeben und durch die Eigentümer vom Getreide befreit.
Am Abend des 30. Juni traf in Königswusterhausen ein telegraphischer Befehl ein, alle weiteren Arbeiten an den Schanzen einzustellen. Die Offiziere und ein Teil der Pioniere waren auch weiterhin noch beschäftigt, die spezielle Rekognoszierung und das Croquieren derjenigen Stellen des Geländes vorzunehmen, die mit Befestigungs- und Ueberschwemmungsanlagen versehen werden sollten. Am 1. Juli trafen sechs Unteroffiziere und 68 Pioniere als Ersatz für die zweite Pionierkompagnie aus Koblenz in Trebbin ein. Hauptmann Albrecht organisierte seine Truppe, die 202 Köpfe umfaßte. Sie wurde dann in Berlin mobil gemacht und sollte der Mainarmee überwiesen werden. Die Offiziere bekamen die Weisung, an der Befestigung von Dresden mitzuwirken. Hier waren viele fleißige Hände erforderlich. Von der sächsischen Landeshauptstadt kam ein Offizier nach Berlin, um mehrere tausend Arbeiter anzuwerben, weil die aus Sachsen herangezogenen Leute nichts leisteten. Die für die Schanzen an der Nuthe und Notte engagierten Arbeiter wurden nun ihm überlassen. Das Kriegsdepartement belieẞ den Major von Gärtner noch in Berlin, um die eingegangenen Kontrakte mit den Unternehmern aufzulösen. Der Kriegsverlauf machte es infolge der für Preußen siegreichen Schlachten in Böhren unnötig, noch einmal die Arbeiten an den Grenzen des Teltow aufzunehmen.