Heft 
(1917) 25
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Falkenberg in der Mark.

Beiträge zur Chronik eines Barnimdorfes. Von Rudolf Schmidt (Eberswalde).

Inhalts-Verzeichnis.

1. Alt-Falkenberg.

2. Die Fischer-Gemeinde.

3. Abgaben. Dienste und Lasten.

4. Die Oder-Verwallung.

6. Kirche und Schule.

6. Wirtschaftsleben.

7. Feuerschäden und Kriegsnöte.

8. Zur Faniilieu-Gesehichte.

9. Flurnamen.

10. Sagen, Sitten und Bräuche.

1. Alt-Falkenberg.

Das alte Falkenberg war zwar dem Namen nach eine deutsche Sied­lung aber diese stand auf älterem Kulturboden. Noch in den letzten' Jahren wurden prähistorische Funde gemacht 1 ), die erweisen, daß schon vor unserer geschichtlichen Zeit eine dörfliche Niederlassung hart am Rande des Oderbruches, rechts der jetzigen Kreisstraße Falkenberg-Freienwalde bestand.

Wenn aus der geschichtlichen Frühzeit des Dorfes etwas besonders merkwürdig ist, dann dürfte es der Name sein, so einfach er auch an sich ist. Man zählt in Deutschland, einschließlich der deutschen Schweiz, noch heute 30 Orte, welche den Namen Falkenberg tragen, davon allein sechs in Brandenburg. Man kommt bei näherer Betrachtung zu der Ueberzeugung, daß sich der Name etappenweise ausgebreitet hat, vom Süden nach dem Norden; zuletzt von Bayern nach Sachsen und dann nach Brandenburg. Mit der ge­rade zur Askanierzeit stark verbreiteten Falkenjagd dürfte er wohl kaum

*) Urnen und Bronzesachen im Museum zu Freienwalde und im Privatbesitz des Justizrats Kaempf zu Falkenberg.