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ä 5 Tlr.30 Tr.
Morgen Gartenland
22 Gr. 6 Pf.
zusammen 198 Tlr. 11 Gr.
Das Viktoria-Institut.
Im Mai 1859 eröffnet, verfolgte die Schule von Anfang an den Zweck, bei gleichen Leistungen einer öffentlichen höheren Lehranstalt, mehr als cs dort üblich ist, die Eigenart der Schüler zu berücksichtigen. Infolgedessen wird in dieser Privatlehranstalt nur eine begrenzte Anzahl von Schülern auf- genommen. Ihren Namen trägt sie nach der Kaiserin Viktoria, deren Gemahl, Kaiser Friedrich, schon am 28. 10. 1858 das Protektorat übernahm. Annähernd 700 Schüler sind bis jetzt aus der Anstalt hervorgegangen.
6. Das Wirtschaftsleben.
Der Altmeister märkischer Heimatforschung, Geheimrat Friedei in Berlin, teilte 1894 in einer Brandenburgia-Sitzung mit, daß er selbst im Jahre 1863 zu Falkenberg in einem teils als Tage-, teils als Stollenbau betriebenen Braunkohlenwerke war, in dem er eine Menge wohlerhaltener Baumstämme sah. Ein Tischler aus dem Orte verarbeitete dieselben zu Kistchen für Zigarren, zu Ständern, Tischchen und anderen niedlichen Geräten. Es scheint von dieser Hausindustrie nichts auf uns gekommen zu sein!" Auch ist in 'Falkenberg selbst darüber nichts mehr bekannt. Wohl aber finden wir noch viele Erinnerungen an den Braunkohlenbergbau.
In der Falkenberger Gegend war die älteste zu wirklicher Beleihung führende Mutung die der Grube Ribbach, die 1848 in unmittelbarer Nähe des oberen Sammelteiches, 156 Lachter südlich der „roten Mühle“ angelegt wurde. Mit einem Schacht hatte man das Flötz, 15 Fuß mächtig, durchsunken. Die Kohle zeigte sich als gut brennbar. Es folgten weitere Mutungen, die dann in den Verleihungen „Anton“ und „Hedwig“, sowie 1859 auch Feld „Coethen“ zum Ausdruck kamen. Das gemutete Feld umschloß von dem Falkenberger Höhenzuge am Odertal bedeutende Bergkuppen, so den Tobbenberg, Sandstein- und Gadkenberg. Ein dauernder Kohlenabbau ist bei Falkenberg nicht erzielt worden, wenn auch mit mehrfachen und längeren Unterbrechungen die Grube Blitz zwischen Hohenfinow und Falkenberg bis 1905 betrieben wurde. Die Bergleute in Falkenberg hatten eine besondere Tracht, der Steiger einen weiß und schwarzen Federhut, eine Puffjacke mit gelbem Saum und Tressen, sowie einen Degen. Die Tressen des Vollheuers waren oben gelb, unten schwarz — die des Leerheuers hatten umgekehrte Anordnung, der Schlepper hatte schwarze. Jeder trug ein Bergbeil bei feierlicher. Gelegenheiten (Exemplar im Eberswalder Museum für Heimatskunde,),