Heft 
(1917) 25
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Rudolf Schmi dt.

Wenn wir so durch mehrmaliges Ueben die Ueberzeugung ge­wonnen haben, daß Jeder seine Pflicht kennt und zur Erfüllung den festen Willen hat, so ist unser Zweck erreicht: die allgemeine Sicher­heit gegen innere und äußere Feinde ist wiederhcrgcstellt, denn wir stehen Alle für Einen und Einer für Alle!

Mit Gott, für König und Vaterland.

Coethcn, 22. May 1848.

von Jena.

8. Zur Familien-Geschichte.

A) Die Gutsherrschaft.

Da Falkenberg immer nur einPertinenzstück" des Rittergutes Cocthen gewesen ist, gehört die Familiengeschichte der Gutsherrschaft auch zur Chronik des letzteren. Indessen sei hier eine Ucbcrsicht der Gutsherren ein­geschaltet :

Vor 1334 Michael von Thcnc (von Chcym).

Von 1334 ab Ritter Gcbolf von Mersingkoven (Myseinkouny).

Peter von Falkcnbcrg.

Seil 1355 Hasso von Falkenberg.

Von 1421 bis um 1650 Familie von Holzcndorf.

16501698 Wolf Christoph von Falkenberg.

16981706 Berndt von Bornstedt. ;

17061721 Reichsgraf von Flemming.

Seit 1721 Familie von Jena.

B) Die Gemeinde.

Als Schulzen werden erwähnt: 1611 bis 1662 Bartholomäus Tismar; ab 1662 Martin Wondel; 1678 Andreas Gebhardt; 1765 Peter Wurl; 1778 Johann Boche; 1804 Gottlieb Reetz; 1820 Michael Wurl; von 1848 bis 1910 Familie Mewes; seitdem Fritz Neubauer.

Von den alteingesessenen Familien, deren Nachkommen noch jetzt in Falkenberg wohnen, sind die ältesten Künkel, Reetz, Wurl, Wolff und Bochow, schon seit dem Jahre 1611 (ihre Vorfahren kommen in dem mehr­fach erwähnten Falkenberger Erbregister de Anno 1611 vor), Liibcn und Schroeder seit 1765, Mewes seit 1778 im Orte begütert. Das älteste Ein­wohnerverzeichnis läßt den stark wendischen Einschlag der Falkenberger Fischerfamilien noch genau erkennen. Das Namensverzeichnis von 1611 ist folgendes: Erbkrüger Martin Gutzlor, Müller Christian Wilcke, Schulze Barthol. Tismar, die Fischer: Melchert Bowitz, Tias Gark, Thias Mat­thias, Michel Bindt, Tias Worl (Wurl), Hans Tielecke, Damus Hart-