34
Otto Pniower.
stimmte Anzeichen für das sechzehnte. Eine Eigentümlichkeit dieser Kannen ist, daß auf der Innenseite des Deckels und im Grunde fast
stets Zinnplaketten eingelötet sind. Diese Plaketten sind gewöhnlich älter als die Kanne, in der sie sich befinden oder genauer gesagt: sie setzen ältere Formen voraus. Von den von O. Länder behandelten Stücken fehlen sie nur bei dreien. Unser Gefäß weist sie ebenfalls auf, und zwar ist auf beiden der Kruzi- fixus abgebildet; das eine Mal zwischen einem Palmbaum und einer Lilienstaude, das andere Mal auf einem mit Sternen gemusterten Hintergrund. Jene mit einem Durchmesser von 4,1 cm befindet sich, auf dem Boden, diese mit einem Durchmesser von $ cm im Innern des Deckels. Von jener ist die Form wohl nicht viel älter als die Kanne, von dieser mag sie noch dem vierzehnten Jahrhundert oder dem Ausgang des dreizehnten angehört haben.
Hinsichtlich der Ausstattung der Kanne möchte ich noch auf den mit Ranken von Blüten und Knospen verzierten Henkel hin weisen. Das Ornament ist, wie die Abbildung zeigt, leiderstark verwittert. Ähnliche Ranken weisen mehrere der in der Lanfferschen Abhandlung abgebildeten Kannen auf. Keine aber zeigt, wie unsre,
v--\ar- :
■ffi
ft
$
Fig. 2.
Kanne, i. J. 1877 beim Bau des Sakrow—Paretzer Kanals ausgebaggert. Wohl 14. Jahrh., Teile des Deckels jünger.