Heft 
(1917) 25
Seite
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Kleine Mitteilungen.

land) vom Kloster Lehnin:aus der ersten Zeit des Cistercienser-Ordens her finden sich folgende Vorschriften:

1) Die Unterlange des Bettes ist Stroh. Polster sind untersagt.

2) Als Speise dienen gekochte Gemüse, darunter Buchenblätter. Kein

Fleisch." W. v. Schulenburg.

Douauniont.

Von Wilhelm Kotz de.

Douauinont! Du fremder Klang,

Den nie eine märkische Schwalbe sang! Douaumont! Du fremdes Wort,

Wie die Lerche zum himmlichen Ort Stiegst du auf am Wintertag.

Das war ein Blitzeleuchten und Donnerschlag!

Kimm die Trommel, du Bruder Tod!

Dein Atem aus tausend Geschützen loht, Deine dürre Hand, sie schlägt das Fell > Schlage, schlag, schlag zu, Gesell! >

Laß deine Trommel die Welt umdröhnen, Laß die Erde in ihren Achsen stöhnen, Schlag, schlag immer zu, du Bruder Tod! i Wir folgen dir genad uus Gott! i

Douaumont! In Stein und Erz Umpanzerst du Frankreichs Herz! ;

Und besser als Eisen in Wahn und Wut | Decken dich Galliens Söhne mit ihrem Blut! ; Douaumont! Die märkische Hand j

.Zerschlägt deinen Trotz zu Tand!

Rühre die Trommel, du Bruder Tod, i Ueberdröhne all Schrei und Not! j

Wir Männer von Havel und Rhin, ,

Wir alle aus Horst und Glin, j

Umspeien uns Hölle und Feuerschlünde I Und öffnet die Erde die tiefsten Gründe, ' Wir reißen vom Himmel das ewige Licht, Verhüllt uns Gott sein Angesicht!

Den 26. Hornung 1916.

Wir sind die harten Männer der Mark,

Sie nährte uns, sie machte uns stark,

Wir zünden an das Blutfanal,

Den deutschen Brüdern zum Siegesmahl! Verströmt unser Blut vor Virtens Toren, Es bleibt dir, Deutschland, unverloren. Altdeutsche Erde trinkt unser Blut,

Unser Leib in deutscher Erde ruht.

Douaumont! Die märkische Hand Zerschlägt deinen Trotz zu Tand!

Und speist du Höllen aus deinen Schlünden, Wir taten dem Tod uns verbünden!

Rühre die Trommel,' du Bruder Tod,

Reich uns die Hand über Schrei und Not! Wir Männer von Havel und Rhin Wollen in Donaumonts Tor einziehn!

Genad uns Gott! Er hört unser Gebet. Sieg und Tod in seinen Händen steht. Genad uns Gott! All deutsches Land!

Der Sieg in seinem Willen stand.

Helm ab! Gewehr bei Fuß!

Dem großen Gott den ersten Gruß!

Douaumont! In Wetterdröhnen Dein Name klang den märkischen Söhnen. Donaumont! Wie Sonnenzittern Wirst du die Ewigkeit umwittern,

Wirst fernste Enkel an Havel und Rhin Mit deinem Glanz umziehn.

Schriftleitung: i. V. Dr. A. Kiekebusch, BerUn, Märkisches Museum. Die Einsender haben den sachlichen Inhalt ihrer Mitteilungen zu vertreten. Druck von P. Stankiewicz Buchdruckerei G. m. b. H., Berlin, Bernburgerstr. 14.