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19. (11. auöerord.) Versammlung des XXV. Vereinsjahres.
a) Teltower Kreiskalender, wichtig wegen vieler bildlicher Darstellungen.
b) Ruppiner Kreiskalender, (beachtenswert darin „Militaria der Stadt Neuruppin aus der Zeit Friedrichs des Großen“ von Carl Lücke, dem zur Zeit vielleicht besten Kenner der Grafschaft Ruppin. — A. Kiekebusch: Das von einer Düne verschüttete Dorf bei Wutzetz an der Nackeier Grenze.
c) Heimat-Kalender für den Kreis Luckau mit vielen beachtenswerten Mitteilungen und Abbildungen.
Als wichtigster Beitrag zur Heimatforschung wird heute vorgelegt: Ernst Friedei und Robert Mielke: Landeskunde der Provinz Brandenburg. IV. Band. Berlin 1916: „Die Kultur“, zusammengesetzt aus folgenden Einzelbeiträgen: R. Mielke: Kunstgeschichte. — P. Alfred Merbach: Literaturgeschichtliche Entwickelung der Provinz Brandenburg. Curt Sachs: Musikgeschichte und Dr. Richard Galle: Bildung, Wissenschaft und Erziehung. Lieber diese wertvollen Beiträge wird im Einzelnen genau berichtet werden.
19. (ii. auoerard.) ffersammlung des XXV. Vereinsjahres.
Sonntag, den 25. März 1917, 3 Uhr.
Bericht über die Besichtigung der Klosterkirche.
Bei herrlicher Frühlingssonne hatten sich zahlreiche Mitglieder und Gäste m dem altehrwürdigen Gotteshaus versammelt, um dem vortrefflichen geschichtlichen Vortrag des Herrn Pfarrer Gustav Göhrke zu lauschen, der gleichzeitig den freundlichen und unermüdlichen Führer und Erklärer der Baulichkeiten und ihrer Innendenkmäler abgab.
Wir verzichten auf die Wiedergabe des Vortrags, weil sich :m Anschluß an eine Besichtigung der Klosterkirche am 13. Juni 1896 sehr ausführliche bezügliche Berichte im Jahrgang V unserer Monatshefte befinden. Nämlich’ S. 88 bis 94 über die Geschichte der Zeit und des Bauwerks von Ferdinand Meyer. — Ueber die Schlacht am Cremmer Damm 1412 am St. Colum- banus-Tage (24. Oktober) von mir S. 94—103 und eine nachträgliche Mitteilung von Wilhelm Schwartz sowie Lehrer Otto S. 103— 105. S. 91 des Monatsblatts XXI enthält eine Angabe über einen die Klosterkirche betreffenden Vortrag des Baurat Klose. Wegen der genauen baulichen Würdigung des Gotteshauses mit seinen geschichtlichen Kunstschätzen verweise ich noch besonders auf Borrmann: Die Bau- und Kunstdenkmäler von Berlin (1893) S. 188—203 u. S. 103. Ferner mache ich darauf aufmerksam, daß das Märkische Museum mehrere Erinnerungen an die Klosterkirche enthält. In der großen Halle (vergl. Führer durch das M. M. 12. Aufl. 1916 S. 7) der bronzene Deckel zu dem steinernen Taufbecken, das in der Kirche als eine Schenkung des Polyhistor und Alchymisten Leonhardt Thumeysser