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Kleine Mitteilungen.
Die Mitteilungen des Redners sind im „Hohenzolleru Jahrbuch* für 1915 Seite 225 in erweiterter Form erscheinen.
Bücherschau.
Septarienton bei Frankfurt (Oder). Herr Oberlehrer Johannes Royer stellt uns folgende geologische Notiz freundlichst zur Verfügung:
Zweck der folgenden Zeilen soll es sein, auf einen bisher kaum beachteten Fundort für Septarienton aufmerksam zu machen, den ich als FelcL grauer während eines dienstfreien Nachmittags von Frankfurt aus habe auf- suchen können. Die Tongrube liegt hart am Westufer des kleinen Trepliner Sees etwa 14 —15 km nordwestlich von Frankfurt und D o km westlich Treplin. Man erreicht sie von Berlin aus über Jakobsdorf, die dritte Station hinter Fürstenwalde. Der Weg führt durch Jakobsdorf durch ziemlich reizlose, aber fruchtbare Gegend über Sieversdorf nach Treplin und in einer Viertelstunde an den See. Interessanter ist der Weg von Frankfurt über Kliestow und Booßen, der wegen seiner hohen Lage westlich Booßen einen prächtigen Ueberblick über das hügelreiche Diluvialplateau ringsum gewährt.
Der Ton führt die gewöhnlichen Konchylien des Rupeltons .vie Denta- lium, Pleurotoma, Cassis, Cryptoden (Axinus), Nucula, aber nur spärlich, außerdem Foraminiferen, Septarien und Gipskristalle.
Die Tongrube hinter der Ziegelei am Ostufer des Sees zu besuchen, mußte ich aus Mangel an Zeit aufgeben. —
Kuppiner Kreiskalender VII. Jahrgang 1916. Herr Carl Lücke, bekanntlich einer der besten Kenner der Grafschaft Ruppin, überreicht den inhaltreichen Band als Geschenk und verbreitet sich dabei noch über ein dem General Litzmann gewidmetes Vivatband, das ebenfalls freundlichst dediziert wird. Herr L. macht den Verlag Amsler u. Ruthard darauf aufmerksam, daß auf dem Vivatband der General mit „von“ irrtümlich tituliert sei. In Folge dessen wurde schleunigst ein zweites „unadliges“ Band angefertigt. Nach L. lebte Litzmann schon seit mehr denn 10 Jahren auf seinem idyllisch gelegenen Gute Neuglobsow bei Rheinsberg friedlich als pensionierter Generalleutnant, nachdem er früher auch Direktor der Kriegsakademie war L. stammt aus einer alten märkischen Familie (Neuruppiner Patrizier). Einer der Vorfahren hat zur Einführung der Reformation im Ruppinischen eifrig mitgewirkt. Auch eine Postkartenfirma (Carl Nagel) halte, wie Herr Lücke aufspürte und sofort richtigstellte, Bilder Litzmanns, des Helden von Brzcezina und Siegers von Kowno (August 1915) mit dem ominösen „von“ irrtümlich herausgegeben. — Herrn Carl Lücke sagen wir besten Dank. K. Fr.
Eberswalder Heimatblätter. Unser nie rastendes Mitglied Rudolf Schmidt bietet in den Ihnen vorliegenden Eberswalder Heimatblättern eine interessante lakustrine Schilderung: „25 Seeu um Biesenthal. Der Seenreichtum einer märkischen Kleinstadt.“
E. Fr.
S c h r if 11 e i t u n g : i. V. Ohr. Voigt, Oharlottenburg, Sybelstraße 31. Die Einsender haben den sachlichen Inhalt ihrer Mitteilungen zu vertreten. Druck von P. Stankiewicz' Buchdruckerei G. m.b. II., Berlin, Bernburger Str. 14.
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