Merkmal dieser Rasse, deren Verbreitungsgebiet von Schweden und Irland bis Italien und Südgalizien reichte, nämlich die Länge der Stirn, zum Ausdruck. Hilzheimer( 17) empfiehlt daher, diesen Namen anzuwenden, während der Name Bos brachyceros Rütimeyer auf eine Gruppe dieser Rasse zu beschränken ist, als deren Typus Rütimyer das Schweizer Torfrind aufgestellt hat. Bei den im Torf, Moor und in Baugründen der Mark Brandenburg gefundenen Schädeln des Torfrindes( Bos taurus longifrons Owen) können wir 2 Gruppen unterscheiden. Zu der einen Rassengruppe, die im wesentlichen mit dem Bos brachyceros Rütimeyer übereinstimmt, gehören die ersten 6 Schädel, welche daher zunächst beschrieben werden sollen.
Als für diese Gruppe typisch soll Schädel A III, 1986( Fig. 1 und 2) beschrieben werden. Er ist von hellbrauner Farbe und noch gut erhalten. Seine Basilarlänge beträgt 36,5 cm, die Schädellänge von der Mitte der Crista occipitalis bis zur Mitte der Tangente des Vorderrandes der Ossa incisiva 39,4 cm. Die Stirn ist lang und schmal, zwischen den Orbitae ausgehöhlt und steigt dann mit einer in der Mittellinie durch die Stirnnähte nur schwach angedeuteten Gräte zu der hohen und schmalen, in der Mitte schwach vorgebuchteten, seitlich nach dem Hornzapfenansatz rasch abfallenden Crista occipitalis an, gleicht somit der Stirn des Bos brachyceros Rütimeyer. Die Supraorbitalrinnen beginnen in der Gegend der Stirnenge, sind 14 cm lang und verlaufen, nach vorn convergierend, bis zum oberen Rande des Tränenbeins, nahe der Lücke zwischen Frontale, Nasale und Lacrymale, und enthalten mehrere foramina nutritia. Der Abstand der Hauptlöcher, der Foramina supraorbitalia, voneinander beträgt 8,6 cm. Die Länge der Stirn verhält sich zur Basilarlänge wie 1: 1,941( 1: 1,959 Rütimeyer), die größte Stirnlänge zur größten Stirnbreite wie 1: 0.867( 1: 0,961 Rütimeyer), die größte Stirnbreite zur geringsten wie 1: 0,834( 1: 0,763 Rütimeyer). Die sich bedeutend über die Stirnfläche und nach außen und vorn wölbenden Orbitae haben die Gestalt eines von oben und hinten nach unten und vorn gerichteten Rechtecks, ihr größter Vertikaldurchmesser ist beiderseits 5,2 cm, ihr größter Hotizontaldurchmesser beiderseits 5,7 cm.
Die Hornzapfen sind ungestielt, von Längsfurchen durchzogen und beDie halten während ihres ganzen Verlaufs eine walzenförmige Gestalt bei. Knochenperlen der Hornzapfen greifen auf die Stirnbeine über, die an der Hornzapfenbasis vereinzelte kleine Exostosen zeigen. Wir haben es demnach Ihr Basalumfang ist beiderseits mit einem voll erwachsenen Tiere zu tun. 11,6 cm( 10,2-15,5 cm Rütimeyer), der Horizontaldurchmesser der Hornbasis 3,8 cm( 4,3-5,5 cm Rütimeyer), ihr Vertikaldurchmesser rechts 3,3 Der Vertikaldurchmesser verem, links 3,2 cm( 3,4-4,3 cm Rütimeyer). hält sich zum Horizontaldurchmesser wie 1: 1,151, bezw. 1: 1,187 cm ( 1: 1,23-1,41 em Rütimeyer 1: 1,11-1,15-2,59 Duerst). Die Länge ist nicht genau meßbar, da beide Spitzen abgebrochen sind. Bis dahin sind beide Zapfen, an der großen Krümmung mit dem Bandmaße gemessen, 12,8 cm lang. Die Zapfen wenden sich, den Kopf in der natürlichen Haltung gedacht, zuerst seitwärts, fast horizontal, biegen sich halbkreisförmig nach vorn und haben eine Drehung um ihre Achse derart, daß ihre Spitzen nach unten und vorn zeigen würden. Rütimeyer beschreibt den Verlauf der Hornzapfen des Bos brachyceros in gleicher Weise. Die Richtung geht anfänglich nach eußen, dann aber in raschem Bogen nach vorn und gleichzeitig nach unten,
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