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Die Groß- Ziethener Altertümer entstammen etwa dem dritten vorchristlichen Jahrtausend.
Aus welchem Grunde sind nun die beiden Gefäße und die 3 Feuersteingeräte der Erde übergeben worden?
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Abb. 5. Verzierung in Furchen- und Winkelstich.
Um eine Begräbnisstätte handelt es sich auf keinen Fall: es fehlen die Anzeichen menschlicher Bestattung ganz, während sich Tierknochen erhalten haben. Als Spuren einer vorgeschichtlichen Sidelung können wir die Funde ebenfalls nicht betrachten. Schon die Lage des Fundplatzes spricht nicht dafür. Die alten Wohnstätten wurden stets in der unmittelbarsten Nähe des Wassers angelegt. Bei Groß- Ziethen könnte man sie am Luch vermuten.
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Es bleibt nun die Annahme übrig, daß sowohl die Tongefäße mit ihrem Inhalt als auch die Steingeräte unter dem Stein niedergelegt worden sind, um höheren Mächten oder den Geistern Verstorbener eine Gabe darzubringen. Mit den Ausdrücken„ Opferstein",„ Altar" und Kultplatz" ist allerdings seit langen Jahrzehnten so viel Unfug getrieben worden, daß man in ernst wissenschaftlichen Kreisen beinahe Jeder Stein, der eine Bedenken trägt, von diesen Begriffen zu reden. besondere Form hatte, wurde als„ Opferstein" verdächtigt. Selbst bei kühlster Beurteilung und unter Anwendung schärfster Kritik gegenüber jeder miẞbräuchlichen Verwendung jener Ausdrücke dürfen wir jedoch in dem Groß- Ziethener Falle die Möglichkeit, daß es sich um einen Opferstein, also um einen Mittelpunkt für Verehrung übermenschlicher Wesen handeln kann, nicht unbedingt von der Hand weisen. Diese vorsichtige Deutung fand denn auch nach meinem auf dem Prähistorikerkongreẞ in Weimar im August 1922 gehaltenen Vortrage nicht den geringsten Widerspruch.
Zum Schlusse sei all den Herren, die sich um die Auffindung und Hebung der wertvollen Altertümer verdient gemacht haben, auch noch an dieser Stelle verbindlicher Dank augesprochen.
( Die Clichés sind uns vom Schriftleiter des Teltower Kreiskalenders zur Verfügung gestellt ( 1923), Herrn Bureaudirektor Heider, freundlich worden.)
Bernauer Bier.
Von Studienrat Dr. Hermann Kügler, Berlin.
Wer durch Castans Panoptikum in Berlin( Friedrichstr. Ecke Behrenstraße) gegangen ist, das am 15. Februar 1922 bedauerlicherweise seine